1.500 europäische Musiker treffen sich zum 19. Internationalen Musikfest

Das Musikfestteam des BT-Orchesters mit Quartiersmeisterin Gaby Lange (hinten von links), Schriftwart Michel Kasbohm, Beisitzerin Maike Fraikin und der BT-Vorsitzenden Jessica Tonn freuen sich mit den Hauptsponsoren Dirk Tölle (Raiba, vorne von links), Sascha Fölscher (Provinzial), Ingmar Kampling (Raiba), Marc Fischer (Stadtwerke), Stefan Hünger (Provinzial) und Jann-Teja Gerke (Dachdeckerei Gerke). Fotos: bmd

Bad Bramstedt. (BMD) Es findet alle drei Jahre statt und ist eines der größten Musikereignisse Schleswig-Holsteins – das Internationale Musikfest Bad Bramstedt. Zum 19. Mal geben sich vom 30. Juni bis zum 1. Juli 39 Musikkorps, Bands, Blasorchester, Musikzüge und Chöre aus acht europäischen Nationen in der Kurstadt ein Stelldichein.

„Mehr als zwei Jahre haben wir uns mit einem Kernteam von zehn Leuten auf dieses musikalische Großereignis vorbereitet“, berichtet Jessica Tonn, Vorsitzende des BT Orchesters Bad Bramstedt als Gastgeber des Festes. 1.500 Musiker werden in 185 Privatquartieren, Schulen und Turnhallen untergebracht – eine logistische Meisterleitung in der beschaulichen Kleinstadt.

Wenn am Freitag um 19 Uhr das offizielle Eröffnungskonzert des Musikfestes durch das „1. Europäische Jugendorchester“ unter Leitung des jungen Norwegers Ivar Hellesnes im Kurhaustheater läuft, hat es im Schloss und in der Innenstadt um den Bleeck bereits 14 Auftritte gegeben. Walter Kruse, der im Jahre 1965 das Internationale Musikfest gründete, hatte bereits 1967 die Idee des Europäischen Jugendorchesters, lange bevor Justus Frantz mit einem ähnlichen Ansatz im Jahre 1995 die „Philharmonie der Nationen“ gründete. Es treffen sich 70 junge Musiker bis 25 Jahre, die knapp eine Woche Zeit haben, zu einem Orchester zusammenzuwachsen.

Den Auftakt auf der RaiBa-Bühne bilden am Freitag um 17 Uhr die bayrisch anmutenden „Leißlinger Saalefinken“ aus Sachsen-Anhalt in ihrem Lederhosenoutfit – Stimmung garantiert. Zeitversetzt werden am Freitag im Stadtzentrum 14 Musikformationen bis 1.30 Uhr in der Nacht ihr Können zum Besten geben. Dabei das „Panik-Orchestra Aspach-Le-Haut“ aus Frankreich, das „Oppsal Janitsjar“ und drei weitere Formationen aus Norwegen, die mit insgesamt fünf Gruppen in Bad Bramstedt zu den treuesten Vertretern der Blasmusik seit 1965 gehören.

Neu beim Musikfest sind die „Sterne von Rudwelka“, eine Akkordeon-Gruppe von Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren aus Weißrussland. „Bis 2012 waren auch regelmäßig russische Künstler dabei, diese haben leider, ohne Gründe zu nennen, zum zweiten Mal absagt,“ bedauert BT-Pressesprecherin Susanne Otto.

Ein farbiges Bild verspricht die „Begrüßung der Nationen“, wenn sich am Sonnabend um 13.30 Uhr alle 1.500 Musiker in ihren bunten Trachten und Uniformen auf der Schlosswiese präsentieren. Den absoluten Höhepunkt des dreitägigen Musikfestes bildet am Sonntag ab 14 Uhr der Festumzug aller Gruppen vom Maienbeeck über den Kirchenbleeck, die Beeckerbrücke, die Glückstädter Straße bis zur Schlosswiese. „Mindestens 3.500 Zuschauer werden die Straßen säumen“, verspricht die BT-Vorsitzende Tonn. „Rechtzeitiges Kommen verspricht gute Sicht“, ergänzt sie.

Wenn die dänische „Saeby Tiroler Kapelle“ in der Nacht von Sonntag auf Montag um 1 Uhr mit ihren letzten Takten das 19. Internationale Musikfest ausklingen lässt, wird es sicherlich manche Abschiedsträne geben – denn das traditionelle Musikereignis hat zu mindestens einer Ehe und zahlreichen internationalen Liebesbeziehungen geführt.

Übrigens – das große Musikfest-Feuerwerk findet bereits am Freitagabend statt und nicht am Sonntag, wie oftmals vermutet wird.

Die Programmhefte zum Internationalen Musikfest liegen in zahlreichen Einrichtungen und Geschäften in Bad Bramstedt aus.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter

www.btorchester.de