Bayerische Sause ging in die neunte Runde

Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach (Mitte) und Organisator Günter Pfeiffer assistieren Bürgervorsteherin Annegret Mißfeldt beim Anstich des ersten Fasses Freibier. Foto: osp

(OSP) Bereits zum neunten Mal feierte Bad Bramstedt am vergangenen Wochenende sein Oktoberfest, das in den letzten Jahren von Taxiunternehmer Günter Pfeiffer und dem Tryp Hotel Köhlerhof organisiert wurde. Doch in diesem Jahr kamen deutlich weniger Feierfreudige. Und auch die Stimmung kam nur ab und an so richtig in Schwung.

Da konnte DJ Dieter Pankratz sich noch so sehr ins Zeug legen. „Da ist hier schon einmal etwas los. Und wo bleiben da die Bad Bramstedter“, fragte sich Sabine Prohn. Dennoch hatten viele am Oktoberfest offensichtlich ihren Spaß, manchmal war die Tanzfläche dann auch gut belegt.

Dieses Jahr sorgte erstmals der Musikzug des TSV Wiemersdorf die ersten zwei Stunden lang für Livemusik. Die Bewertung ging von „das ist nicht unbedingt die Musik, nach der ich tanzen möchte“, bis hin zu höchstem Lob: „wirklich tolle Musik“. „Ich möchte einfach Spaß haben“, meinte Julia Hinrichs aus Bad Bramstedt. Sie und ihr Mann Ingmar, den sie in diesem Jahr in Österreich geheiratet hat, seien Fans dieser Feste, äußerte sie sich zufrieden. Wie immer beim Feiern ganz vorn dabei war Bürgervorsteherin Annegret Mißfeldt, die mit ihrer überschäumenden Freude ganze Tischreihen mitriss und der sich kaum jemand verschloss, wenn sie ihn auf die Tanzfläche „entführte“. Auch Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach und Ehefrau Bianca von Dein ließen sich, trotz Wahlkampfstress, den Spaß als aktive Tänzer nicht nehmen und wirbelten über die Tanzfläche. Für Verena Jeske, Mitbewerberin um das Amt an der Spitze der Bad Bramstedter Verwaltung und ihren Ehemann Thilo gehörte das Oktoberfest selbstverständlich auf die lange Liste ihrer vielen Termine. „Es ist aber nicht nur Pflicht, ich fühle mich immer wohl unter Menschen“, so Jeske. Und das Dirndl sei nicht eigens für Bad Bramstedt gekauft worden, sondern habe sie auch schon auf dem Oktoberfest in München getragen, erklärte sie und ließ sich dann von einem der Gäste über das Tanzparkett wirbeln. Für das Wahlergebnis am 21. Oktober wünsche sie sich, dass der Sieger deutlich über 50 Prozent bekomme, damit er sich auf eine gute Arbeitsbasis stützen könne.

Großer Andrang herrschte auch wieder bei den altbekannten Spielchen „Bierhumpen-Schieben“ oder das „Melken einer Kuh“, und der Wettbewerb, wer das schönste Dirndl trägt, erfreute sich großer Beliebtheit. Letztlich entschied die Jury, bestehend aus drei Frauen und dem Bürgermeister, Natalie Harder aus Bad Bramstedt auf den ersten Platz zu wählen, Maren Kruppa aus Wiemersdorf landete auf Platz Zwei, gefolgt von Manuela Eberts, ebenfalls aus Wiemersdorf, auf Platz Drei. „Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet“, freute sich Natalie Harder über ihren Preis – ein Wellnesswochenende.

Veranstalter Günter Pfeiffer zeigte sich zufrieden. Allein im Vorverkauf waren 170 Karten abgesetzt worden, rund 100 zusätzliche Gäste schätzte er an der Abendkasse. „Es hat vielleicht auch mit daran gelegen, dass durch die Herbstferien viele Leute verreist sind“, erklärte er sich den Rückgang der Besucherzahlen.