Bücher gleich stapelweise herausgetragen

Linda Schröder aus Wiemersdorf studiert das Angbot beim Hitzhusener Bücherflohmarkt. Foto: Jann Roolfs Hitzhusen, Grundschule, 18.11.2017

Hitzhusen (RO) Die Hitzhusener Grundschule diente am Sonnabend als große Grabbelkiste. Im Klassenraum der 2a lagen die Krimis, bei der 3a gab es Kinderbücher und Spiele. In den Räumen der 1a hatten deren Eltern eine Cafeteria eingerichtet, auf dem Flur standen Körbe mit DVDs. Vor dem Ausgang bildeten sich zwischendurch Schlangen an den beiden Kassen. Die Bücher waren zwar ausgesprochen günstig und durch die Bank in sehr gutem Zustand Aber für die Abrechnung war ein bisschen Bürokratie dabei: In oder auf jedem Buch waren die Nummer des Verkäufers und der Preis notiert, damit die Einnahmen hinterher richtig zugeordnet werden konnten. Rund 900 Euro kamen binnen zwei Stunden zusammen. Zufrieden zeigte sich damit Organisatorin Petra Janke. In den Vorjahren hatten vor allem Computerspiele den Umsatz deutlich höher ausfallen lassen. Bei den Büchern selbst sei das Geschäft ähnlich gelaufen wie sonst. „Wir haben weniger, aber deutlich bessere Bücher“, beurteilte Janke das Angebot von mehreren Tausend Bänden. In diesem Jahr hatte sie festgelegt, dass nur Bücher ab Erscheinungsdatum 2010 angeboten werden sollten.<EA>Janke und Hitzhusens Schulsekretärin Ellen Mundt organisieren den Bücherflohmarkt seit acht Jahren. Zehn Prozent des Umsatzes behalten sie ein und unterstützen damit ein Hitzhusener Projekt. In diesem Jahr wollen sie das Geld für ihr eigenes Vorhaben anschieben: Mitte Dezember wollen die beiden leidenschaftlichen Leserinnen im Dorf eine Bücherstube eröffnen. Bücher tauschen, Lesezirkel gründen, Rezensionen schreiben. Die Stube wollen sie als Kristallisationspunkt für literaturaffine Aktivitäten nutzen.