Bürgerwindpark Neuengörs-Weede ist nun eingeweiht

Mit einer feierlichen Einweihung nahm der Bürgerwindpark Neuengörs-Weede jetzt seinen Dienst auf. 90 Gesellschafter aus zehn umliegenden Dörfern sind an dem Projekt beteiligt. Sechs neue Windräder erzeugen Strom, der für die Versorgung von rund 12.000 Haushalten ausreichen wird. Foto: Matthias Ralf

Neuengörs (mtr)  90 Gesellschafter aus zehn umliegenden Dörfern sind an dem Projekt beteiligt. Sechs neue Windräder erzeugen seit Anfang des Jahres Strom, der für die Versorgung von rund 12.000 Haushalten ausreichen wird. Das Windprojekt Neuengörs-Weede hat ein wichtiges Etappenziel erreicht. Mit einer feierlichen Einweihung nahm der Bürgerwindpark jetzt seinen Dienst auf. Thies Ehlers, Bürgermeister der Gemeinde Neuengörs, steht dem Bürgerwindpark positiv gegenüber. „Niemand möchte neben einem Atomkraftwerk leben“, betonte Ehlers. Kohlekraftwerke wolle auch niemand in der Nachbarschaft haben. „Wir müssen uns den erneuerbaren Energien zuwenden“, ist Ehlers überzeugt. Alle Seiten betonten die gute Zusammenarbeit, die in der Gemeinde herrsche. Auf dem Weg zum Bürgerwindpark ist aber nicht alles rund gelaufen. 2002 waren bereits sechs Windkraftanlagen mit je 1,5 MW Leistung errichtet worden. Ein Bürgerentscheid 2009 hatte die Möglichkeit eröffnet, das Projekt „Bürgerwindpark“ ins Rollen zu bringen. 2012 gründete sich dann die Gesellschaft, die den Windpark in Angriff nahm. Eine lange Planungsphase folgte, unzählige Gespräche und Debatten zwischen Gemeinde, Gesellschaftern und Bürgern der betroffenen Gemeinden wurden geführt. 2016 wurden schließlich sechs weitere Anlagen mit je 3,4 MW und der Höhe von 150 Metern genehmigt. Anfang dieses Jahres nahmen die Stromerzeuger ihren Dienst auf. Die Anlagen werden im Mittel 46 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Rund 35.000 Tonnen CO2-Ausstoß können so eingespart werden. „Ich bin sehr zufrieden“, erklärte Geschäftsführer Volker Schuldt bei der Einweihungsfeier. Beim Einweihungsfest, das die Eventagentur Kalkberg Konsorten aus Bad Segeberg organisiert hatte, trat die Band „Godewind“ auf. Bei toller Musik, Kaffee, Kuchen, Grillwurst und kühlen Getränken wurde viel über Windenergie und auch über weitere Projekte wie der möglichen Erweiterung des Windparks diskutiert.