Ein Dorf mit Heimatcharakter

Pastor Peter Lübbert ließ von den Kindern einen 70 Steine hohen Duploturm bauen, wobei jeder Stein für 10 Jahre Geschendorf stand.

Geschendorf (kjh) Siebenhundert Jahre, das sind mehr als zwei Dutzend Generationen Menschen, für die Geschendorf Heimat war, seitdem es Mitte des 12. Jahrhunderts von westfälischen Siedlern gegründet wurde.<EA>Gründungsväter waren die Siedler, die Herzog Adolph II in das damalige Wagrien holte. Zweihundert Jahre später, Anno 1317 findet sich dann die erste Eintragung in einer Urkunde, der Bürgerrolle Lübecks, als sich dort ein „Rudolfus von Gesekendorpe“ eintragen ließ. Wieder vier Generationen später, Anno 1433, erfahren wir aus Steuerakten, dass zwei Hufen (Vollerwerbsbauernhöfe) dem Augustinerkloster in Bad Segeberg abgabepflichtig waren, die anderen Bauern zahlten an den königlichen Amtmann. Noch heute ist im Dorf die damalige Anlage als Rundlingsdorf zu erkennen. Es ist rund um den Anger gebaut, wo auch jetzt noch Feuerwehr, Löschteich und Ehrenmal stehen. Aus dem Rundling wurde erst nach dem zweiten Weltkrieg das Straßendorf, wie wir es heute kennen, von der Amtssporthalle im Westen bis zur modernen Tankstelle und dem Autobahnanschluß im Osten. „Geschendorf ist nicht irgendein Dorf, das ist Heimat!“ Pastor Peter Lübbert stellte seine Predigt beim Freiluftgottesdienst am Ehrenmal unter das Motto: „Jeder Einzelne hat seinen Platz und seine Wirkung in der Geschichte“. Der Gottesdienst zum Auftakt der 700-Jahr-Feierlichkeiten war bei spätsommerlich warmen Wettter, sehr gut besucht. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Musikzug der Feuerwehr Oldesloe unter Leitung von Michael Ziller. Alle Vereine hatten mit angepackt, um eine festliche Atmosphäre zu schaffen, der Bürgerverein sogar die Ortstafeln mit Girlanden umrahmt (…)

Lesen Sie weiter in unserer aktuellen Ausgabe