Ein Hund in der Schule

Schulhund Dooley ist der neueste Zugang an der Grund- und Gemeinschaftsschule in Kisdorf. Foto: nib

Kisdorf. Dooley ist 70 Zentimeter groß und hat schwarze, wuschelige Haare. Er ist kein neuer Schüler der Kisdorfer Grund- und Gemeinschaftsschule, sondern ein Hund. Zweieinhalb Jahre ist der Vierbeiner alt und seit kurzer Zeit Schulhund. Ausgebildet wurde er von Konrektor Sönke Radetzky und seiner Frau Britta. Dooley wird von nun an regelmäßig im Unterricht integriert. So wartet er im Klassenraum auf seine Aufgaben, beispielsweise in Form von kleinen Holzklötzchen, die Zettel für die Schüler verbergen. Die Schüler kommen nach vorne und fordern den Hund auf, ihnen die Klötze zu bringen. Eine besondere Art des Unterrichts, weiß Radetzky. „Somit bekommen die Schüler ihre Aufgaben nicht von mir, sondern von Dooley. Das ist etwas ganz anderes.“

Die Schulhund-Idee ist auf viele positive Reaktionen gestoßen, die ersten „Arbeitstage“ für Dooley verliefen gut. Die Ausbildung zum anerkannten Schulhund dauert insgesamt sechs Monate und ist umfangreich, bis zum erfolgreichen Bestehen der Prüfung müssen sowohl Hund als auch Besitzer viel lernen: Hygienevorschriften, das Erkennen von Verhaltensweisen und Krankheiten eines Hundes und viele weitere Themen sind wichtig, um mit Dooley arbeiten zu dürfen.

Nach und nach wird der Schulhund nun mehr Zeit in den Klassen verbringen und langsam Erfahrungen sammeln. In den Klassen habe sich der tierische Besucher schon bewährt und bereits nach wenigen Stunden Ruhe reingebracht, sagt Britta Radetzky. Auch die Kinder würden mehr aufeinander achten.