Ein Knigge für Hunde?

Hunde in der Stadt - Wie eine gegenseitige Rücksichtnahme bei der Haltung von Hunden in Kaltenkirchen aussehen kann, wurde auf der Diskussionsveranstaltung diskutiert. Foto: Ulrike Bundschuh

Kaltenkirchen (ubu) Dass Hundehaltung in Kaltenkirchen ein großes Thema ist, zeigte die Resonanz auf eine Veranstaltung der Stadt Kaltenkirchen. Sie hatte Hundehalter zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Hundehaltung in Kaltenkirchen“ in der Feuerwache eingeladen. Laura Pape, zuständig für das Thema Hundehaltung, sprach in der Veranstaltung über Verbesserungsmöglichkeiten in beiderseitigem Interesse. Auch Bürgermeister Hanno Krause liegt das Thema am Herzen. „Mir ist daran gelegen, den Haltern und ihren Hunden ein alltagstaugliches Konzept zu bieten“, schrieb er in seiner Einladung. Über 200 Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung gefolgt. Sehr viele Themen wurden angesprochen, sodass Krause vorschlug, eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen, die aus Mitgliedern der Verwaltung, der Stadtvertretung, Hundehaltern und Bürgern bestehen soll. Es meldeten sich knapp 30 Engagierte, um in der Arbeitsgruppe mitzuwirken. Diese tagte inzwischen zum ersten Mal und es zeigte sich dringender Handlungsbedarf. Dass Hundehalter und Nicht-Hundehalter gelegentlich aneinander geraten ist nicht neu. Aber auch Hundehalter untereinander haben oftmals unterschiedliche Vorstellung von gegenseitiger Rücksichtnahme. Doch das muss nicht sein, wenn sich beide Seiten an einige Regeln halten und wenn diese Regeln auch allen bekannt sind. Für den größten Diskussionsbedarf sorgten daher Themen wie Anleinpflicht und Änderung der Grünanlagensatzung, die Schaffung von Hundefreilauf-Gebieten und die Notwendigkeit eines „Hundeführer-Knigges“ mit Regeln für ein gedeihliches Miteinander. Der Vorschlag, ein Merkblatt zu diesem Thema zu verfassen stieß auf breite Zustimmung.