Einblick in Schattenseiten der Textilindustrie

Annika Abellán (Caritas Migrationsdienst Quickborn), Hannah Gleisner (Gleichstellungsbeauftragte), Mirija Mullikas (Diakonisches Werk Hamburg-West Südholstein) und Klaus Fechner (Leitung Stadtbücherei) laden zur Ausstellungseröffnung in die Stadtbücherei. Foto: hfr

 

Quickborn. Zum diesjährigen Internationalen Frauentag laden die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Quickborn, die Stadtbücherei und der Arbeitskreis Interkulturelle Frauenarbeit (Deutscher Frauenring, Caritas Migrationsberatung Quickborn und Diakonisches Werk Hamburg West-Südholstein) gemeinsam zur Eröffnung der Ausstellung „Ich mache deine Kleidung – die starken Frauen aus Südostasien“ ein. Die Ausstellung wird vom 8. März bis zum 7. April in der Stadtbücherei Quickborn, Bahnhofstraße 100, zu sehen sein.

Am Donnerstag, 8. März, um 18 Uhr erwartet Besucher der Ausstellungseröffnung zudem eine Filmvorführung. „Todschick – die Schattenseiten der Mode“, ein Dokumentarfilm von Inge Altemeier und Reinhard Hornung, beleuchtet die Arbeitssituation in der Textilindustrie. Er deckt die politischen und wirtschaftlichen Strukturen auf, die dazu führen, dass überwiegend Frauen und auch Männer unter prekären und menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen Tonnen von Textilien herstellen.

„Menschen machen unsere Kleidung. Auch das T-Shirt für 3,99 Euro wird von einer Person hergestellt, die ihr Leben bestreiten muss, die gesund bleiben möchte und vielleicht eine Familie hat“, meint Klaus Fechner von der Stadtbücherei. Sviatlana Fregin vom Diakonischen Werk ergänzt: „In Zeiten von Überangebot und Schnäppchen-wahn geht dieser Gedanke jedoch nur allzu oft unter.“

Als Referentin konnte Teresa Ruckelshauß von der Clean Clothes Campaign (Kampagne für saubere Kleidung) Schleswig-Holstein gewonnen werden. Sie wird einen Einstieg in das Thema geben und hat Tipps im Gepäck, was jeder tun kann, um menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie zu fördern und nachhaltig und wertschätzend mit Kleidung umzugehen. Sie gibt Antworten auf die Fragen: Worauf kann jeder achten? Welche Gütesiegel sind wirklich vertrauenswürdig? Was macht man mit aussortierter Kleidung? Wie können wir den politischen Druck erhöhen, damit transparente Auskünfte zu den Lieferanten gegeben werden? Der Eintritt ist aufgrund besonderer Förderung frei.

Nähere Informationen bei Hannah Gleisner unter Tel. 04106/611274 oder per E-Mail an gleichstellungsbeauftragte@quickborn.de