Erfolgreicher Kultursommer an der Seepromenade

Bei entspannter Atmosphäre saßen die Gäste vom Shanty-Fest an der Promenade und genossen den Blick auf den See, die Cocktails von der Bar und die Musik von der Bühne. Foto: gum

Bad Segeberg. (gum) „Volldampf voraus!“ Mit dem zweiten Shanty-Chor-Festival startete in der vergangenen Woche gut besucht der Segeberger Kultursommer. Nach den singenden Seemännern erklang an der Seepromenade des Großen Segeberger Sees ein DJ- und Live-Musik-Programm. Musik, Zauberer, Diskussionen und Kulinarisches warteten auf die Bad Segeberger und ihre Gäste. Für die Bürgervorsteherin Monika Saggau gehört dazu die komplette Bandbreite, die beim Kultursommer gezeigt wird.

<SN,1,0,30>Von Klassik über Rock’n’Roll bis hin zum maritimen Gassenhauer. „Jeder kennt ja doch mindestens ein Shanty-Lied“, meint die Christdemokratin Monika Saggau. Kultur solle verbinden und Freude machen. „Und gerade hier am See, genau in der Mitte im Land zwischen den Meeren – da passt die Wildromantik dieses Genres.“ Neben „La Paloma“, der „Reeperbahn nachts um halb eins“, oder dem Liegen vor Madagaskar – gesungen von Chören aus Bad Oldesloe und Neumünster, gab es eine Premiere: Wenige Stunden vor dem Auftakt formierte Detlef Dreessen (Moby Dick) aus Mitgliedern des Männerchors Bad Segeberg den vermutlich ersten Shanty-Chor der Kalkbergstadt. Abends erschütterten die singenden Seemänner der Piratenband Skorbut die Seepromenade, verwandelten „La Paloma“ zum Disco-Knaller und gaben „Drunken Sailor“ als U2-Version. 2016 hatte die Gruppe um Jörg Wagenknecht den Kulturpreis der Stadt Bad Segeberg erhalten. Mit anderem Schwerpunkt ging es nach den Piraten am Segeberger See weiter.

Schon traditionell eröffnete Manuel Preuss mit Livemusik den inzwischen siebten Kultursommer. „Von Anfang an ist er dabei“, erklärte Veranstalter Michael Meier von Kalkberg Konsorten. Preuss sei ein echtes „KuSo“-Urgestein, sagte Meier, der von Rock und Pop der Achtziger bis heutigen Hits – nur begleitet von seiner Gitarre – alles covere. Bei entspannter Atmosphäre saßen die Gäste an der Promenade und genossen den Blick auf den See, die Cocktails von der Bar und die Musik von der Bühne.

Tanzbare Musik für jeden Geschmack

Auch der Freitag begann mit DJ-Musik, ehe in den Abendstunden die Hamburger Coverband Dust in Streets mit tanzbarer Musik die Gäste in Partylaune versetzte. Trotz kühler Temperaturen ließ DJ-Musik am Sonnabend ab 12 Uhr an der Seepromenade ein Summerfeeling aufkommen. Um 12.30 Uhr sang Magnus Wittern Coversongs von Bob Dylan, Sting oder Genesis. Der ausgebildete Sänger begleitete sich dabei selbst am Piano. Bälle verwandeln sich in Äpfel, Konfetti in Süßigkeiten: Kleine und große Besucher verzauberte ab 14 Uhr Kai Gräper. Mit Rock’n’Roll und Soul-Musik der 1950er- und 60er-Jahre heizte ab 19 Uhr Boom Drives Crazy den Besuchern des Kultursommers am See ein – stets abgestimmt auf die Besucher, wählten die vier Hamburger aus einem reichen Repertoire aus.

Der Sonntag startete ab 11.30 Uhr mit der Talkrunde „Kultur, Wirtschaft und Leben in Bad Segeberg“. Mit NDR-Radiomoderator Jan Bastick diskutierten neben Unternehmer Bernd Jorkisch und Bürgermeister Dieter Schönfeld auch die beiden Karl-May-Schauspieler Joshy Peters (Old Shatterhand) und Fabian Monasterios (Player) sowie Asmus Hintz, Musik-Professor und Vorsitzender des Marienkirchen-Fördervereins.

Um 13 Uhr endete der siebte Segeberger Kultursommer, wie er begonnen hat: mit Livemusik von Joe Green, der Hits von Eric Clapton, Rolling Stones, Paul McCartney spielte.