Gartenbesitzer teilen ihre Lieblingsplätze

Bärbel Stotz (links) und Rita Geerken genossen beim Tag der offenen Gärten die Atmosphäre im Garten von Kerstin Jost bei einem Glas Wein. Foto: gug

KALTENKIRCHEN. (GUG) Was sofort auffällt beim Betreten des Gartens von Kerstin Jost, ist ihr Sinn für liebevolle, schöne und auch ungewöhnliche Kleinigkeiten, die den Blick verweilen lassen. Blau-weiße Porzellangriffe zwischen den Clematisranken, Mosaikplatten am Boden als Blickfang im Gang zwischen den Hecken, ein Windspiel in den Bäumen. Eine ganze Sammlung von Silberkugeln und Krönchen schmückt alte Holzbohlen und macht sie so zu einem Hingucker in der Hecke.

Mit Gartenfreunden ins Gespräch kommen

Besucher hatten bei der langen Nacht der Gärten die Möglichkeit, den Garten von der Kaltenkirchenerin zu bewundern, ein wenig zu entspannen und mit anderen Gartenfreunden in dem 1000 Quadratmeter großen Heckengarten ins Gespräch zu kommen.

Bärbel Stotz und Rita Geerken hatten es sich mit einem Glas Wein auf einer Bank im Senkgarten gemütlich gemacht. „Wir kommen immer gerne hierher, es gibt jedes mal etwas Neues zu bestaunen. Alles passt harmonisch zusammen, das ist richtige Gartenkunst hier”, so die beiden Kaltenkirchenerinnen. Tatsächlich hat Kerstin Jost ihren Garten von Anfang an durchdacht und gestaltet. Strandlandschaft mit Kies und Gräsern im Terrassenbereich und in einer Ecke des Gartens, wo die Liegestühle stehen. Ein Kräuterhochbeet, Kübel mit Sommerblumen, alle farblich abgestimmt, zwischendurch ein Wasserspiel oder ein Sprudelstein für leises Wassermurmeln. Immer wieder fällt der Blick auf etwas Besonderes. „Mir sind die Blickachsen wichtig“, so die Gartenbesitzerin. „Ich möchte von überall etwas sehen, an dem das Auge hängen bleibt.” Von der Bank im Senkgarten blickt man auf eine Weinhecke, der Boden mit Tonscherben bedeckt. Eigentlich nicht spektakulär, aber der Gesamteindruck zählt: Buntes Glas und Keramik, ein Buddha in einem Blumenbeet mit Sonnenhut, Indianernessel und Ehrenpreis, ein Engel, der mitten in einem in die Hecke geschnittenen Fenster erscheint. Selbst der Gartenzwerg fehlt nicht, allerdings steht er mit seiner rosa Zipfelmütze etwas versteckt, aber farblich genau abgestimmt, zwischen den Purpurglöckchen.