Kinder-Lebens-Lauf macht auf Hospizarbeit aufmerksam

Die Mitglieder des Hamburger „Harley-Owner-Clubs“ hatten sich in Bunny-Kostüme gesteckt, um die Fackel möglichst auffällig durch den Kreis zu transportieren. Foto: kjh

BAD SEGEBERG. (KJH) Über 6.000 Kilometer in 132 Tagen, das ist eine Ansage. Der Bundesverband Kinderhospiz e.V. organisierte zum ersten Mal diese Rundreise durch die Republik. Von Berlin aus gegen den Uhrzeigersinn um Deutschland herum mit verschiedensten Fahr- und Gehzeugen führt der Kinder-Lebens-Lauf von Hospiz zu Hospiz, dabei wird eine „Angel-Fackel“ an jeder Station weitergegeben. Jeder Etappenort ist dann dafür verantwortlich, am nächsten Tag die Fackel möglichst auffällig zum nächsten Ziel zu bringen. Ziel des Laufes ist, den Gedanken der Hospize für trauernde und schwerstkranke Kinder an die Öffentlichkeit zu bringen und natürlich auch Spenden für die meist ehrenamtliche Arbeit zu sammeln. So betreut die „Muschel“ derzeit mit 78 Helfern 30 betroffene Kinder bis junge Erwachsene von 0 bis 27 Jahren. Als neuestes Angebot hat die „Muschel“ eine „Online-Trauerbegleitung“ eingerichtet, bei der Jugendliche im Alter von 18 bis 23 Jahren Gleichaltrige Trauernde „face to face“ betreuen. Vor der Station in Bad Segeberg war die Fackel in Hamburg beim Theodorus Kinderhospiz in Eimsbüttel. Leiterin Daniela Fath brachte mit ihren Helfern die ersten Kilometer mit einem Konferenzfahrrad hinter sich, bis nach Kayhude übernahm ein offenes „Hotrod“, um die Fackel dann dem Harley-Owners Club Hamburg zu übergeben. Die hatten sich Bunny-Kostüme über ihre Monturen gezogen und gelangten so am Freitagabend über Seth und Todesfelde nach Bad Segeberg, wo Hospiz-Leiter Uwe Ahrendt sie mit gekühlten Getränken und belegten Schnittchen erwartete. Am Sonnabend mussten dann die Segeberger für den Weitertransport der Fackel nach Pansdorf zum ambulanten Kinderhospizdienst „Kinder auf Schmetterlingsflügeln“ sorgen. Mit Hilfe der Ponys und Reiter des Reitstalls „Seehof“ der Familie Bergmann in Krems II wurde die Strecke abwechselnd von Ponys, Pferden und Radfahrern zurückgelegt. Von dort aus geht die Reise zunächst nach Flensburg. Am 15. August wird die Fackel ihren südlichsten Punkt nahe Basel an der Schweizer Grenze erreichen. Am 13. Oktober soll sie dann schließlich, von weit über tausend helfenden Händen getragen, zum Welthospiztag wieder in der Bundeshauptstadt bei Schirmherrin Elke Büdenbender sein.