„Kosmische Weiten“ im Mediendom der Fachhochschule Kiel

Mit "Kosmische Weiten" hat das Mediendom-Team eine Veranstaltung zum Staunen und Genießen geschaffen. Von links: Berit Thomas, Marko Herrmann, Cora Braun, Alexandra Metz, Markus Schack, Nico Kuhn, Eduard Thomas. (Foto: kst)

Kiel. Was wir am Nachthimmel sehen, sind die paar Planeten unseres eigenen Sonnensystems und Sterne, also Sonnen wie unsere Sonne. – Ziemlich viele Sterne. Und jeder einzelne davon ist unfassbar weit weg. Mit „Kosmische Weiten – Streifzug ins Unvorstellbare“ bietet der Mediendom der Fachhochschule Kiel jetzt eine neue interaktive Show, die mit der Technik des Planetariums das Unfassbare fassbar macht. Kosmische Weiten ist kein Film, sondern in weiten Teilen eine Live-Computersimulation. Das Computersystem Digistar 5 des Mediendoms zählt zu den Leistungsstärksten der Welt. Und Markus Schack, technischer Leiter des Mediendoms hat gemeinsam mit Co-Produzent Marko Herrmann die Stärken des Systems voll genutzt, um diese Show zu produzieren.  Das Digistar 5 enthält eine riesige Menge aktueller wissenschaftlicher Daten zum Universum. Das macht es möglich, jeden bekannten Stern und Planeten und jede Galaxie wissenschaftlich korrekt darzustellen. Die Mitglieder des Mediendom-Teams, die durch das Programm führen, können den Weg durch den Kosmos variieren und je nach Interesse des Publikums bestimmte Orte anfliegen und genauer darstellen.

Live am Modell erklärt: Würde man unser Sonnensystem so klein machen, dass alle Planeten durch das Kieler Stadtgebiet kreisen, wäre der allernächste Stern 40000 Kilometer weit weg. (Foto: kst)

Die Reise beginnt mit dem Sonnenuntergang über einem liebevoll gestalteten Kiel-Panorama. Vom Raumschiff aus ein letzter Blick auf die Erde, eine kurze Erklärung zum Lichtjahr: Ein Lichtblitz braucht eine Sekunde von der Erde bis zum Mond. Die Entfernung, die dieser Lichtblitz zurücklegt, wenn er ein ganzes Jahr lang weiter zischen kann, ist ein Lichtjahr – Also laienhaft ausgedrückt: verdammt irrsinnig weit und für keine von Menschen gebaute Rakete überwindbar. Unsere eigene Galaxie, deren Sterne wir am Nachthimmel sehen, ist eine flache Spirale mit 100000 Lichtjahren Durchmesser. Der Mediendom kann, was bei diesen Größenordnungen keine Rakete und kein Teleskop schafft: Andere Sterne besuchen, um sie herum fliegen, unsere Milchstraße verlassen und ihre Schönheit von außen zeigen. Und noch viel viel weiter: So weit weg, dass erkennbar wird, das unsere Galaxie nur eine von vielen Milliarden ist, die als wunderschön leuchtende bizarre Objekte ungleichmäßig über das Universum verteilt sind.

Berit und Eduard Thomas – sie ist Medienpädagogin an der Kieler Hebbelschule, er leitet den Mediendom, haben „Kosmische Weiten“ zum Staunen und Genießen konzipiert. Sie setzen auf die Macht der großartigen 360-Grad Simulation, untermalt mit stimmungsvoller Musik. Wissensvermittlung ist wie beiläufig eingestreut und kann je nach Publikum dosiert werden – Platz für Fragen aus dem Publikum ist auf jeden Fall vorhanden.

„Kosmische Weiten“. Mediendom der Fachhochschule Kiel, Sokratesplatz 6, 24149 Kiel.

Infos, Programm und Reservierungen unter: www.mediendom.de