Lions spenden Fahrrad für Migrantinnen

Lionspräsident Peter Meier schaute sich die Arbeit von Birgit Lehmann (Verkehrswacht, links), Gleichstellungsbeauftragter Beate Mönkedieck und ihren Teams an, mit deren Hilfe die Flüchtlinge Fahrradfahren lernen. Farzana Nazari nahm gleich auf dem Übungsfahrrad teil, das der Lions Club Segeberg gespendet hat. Foto: dsn

BAD SEGEBERG. (DSN) Wenn die Mitglieder des Lions-Clubs Segeberg beim Stadtfest Lose verkaufen, freuen sie sich immer schon auf das Verteilen des Erlöses. Kürzlich war es wieder einmal so weit. Teilnehmerinnen eines Fahrrad-Kurses für Migrantinnen bedankten sich bei den Lions für ein Fahrrad, das mit 500 Euro aus dem Tombola-Erlös finanziert worden ist.

„Das ist gelebte Integration“, sagte Präsident Peter Meier. „Wenn wir helfen können, Frauen mobiler zu machen, ist das Geld bestens angelegt.“ Thomas Bonitz, ehemals Präsident des Clubs, stimmte zu. „Wenn man beim Stadtfest ein Wochenende lang Lose verkauft und dann sieht, was man mit dem Geld machen kann, weiß man, dass man es genau richtig gemacht hat.“

Seit 2015 organisiert die Gleichstellungsbeauftragte Bad Segebergs, Beate Mönkedieck, Fahrradkurse für Geflüchtete. In Ländern des nahen oder mittleren Ostens ist es Frauen meist untersagt, sich auf einen „Drahtesel“ zu setzen.

Das Gleichgewicht halten, zum Abbiegen die Hand herausstrecken und bremsen lernen die Frauen montags in der Bewegungshalle der Trave-Schule bei Beate Mönkedieck und ihre Mitstreiterinnen Birgit Lehmann (Kreisverkehrswacht), Lilo Bonitz und Renate Hofmann. Einmal pro Kursus kommt der ehemalige Verkehrspolizist Harald Poppe dazu und erklärt Theorie wie Verkehrsschilder und Verkehrsregeln.

„Man ist mobiler, kann Kinder mitnehmen und Einkäufe nach Hause fahren“, erklären die Frauen aus Ländern wie Syrien, Afghanistan und Irak ihre Motivation, fleißig zu üben. Von Klein Rönnau, Schackendorf oder Warder sei der Weg nach Bad Segeberg zu Fuß sehr weit.

Poppe wäre bereit, weitere Trainings anzubieten. „Wir brauchen dazu aber mehr ehrenamtliche Helfer.“ Benötigt würden auch weitere kleine Damenräder, weil viele Migrantinnen tendenziell kleiner sind als Holsteinerinnen.

Wer mithelfen will oder ein Damenfahrrad mit 24-Zoll- oder 22-Zoll-Rädern abgeben kann, wendet sich an Beate Mönkedieck per E-Mail an beate.moenkedieck@badsegeberg.de oder unter Tel. 04551/8998459.