„Mama mia“: Dieser Italiener mag’s wirklich megascharf

Klein, Rot und megascharf: Ivanos selbst gezüchtete essbare Bird’s eye-Chiligewächse eignen sich nicht für den Verzehr für Menschen mit empfindlichem Mägen. Foto: Alexander Christ

Kisdorf(ach) Dieser Mann mag es wirklich megascharf: Ivano Zanovello aus Kisdorf liebt Chili. Und dieser Leidenschaft, der Aufzucht feuriger Paprikagewächse in verschiedenen Schärfegraden, frönt der passionierte Hobbygärtner und gelernte Koch mit professionellem Sachverstand im Garten und Gewächshäusern seines Einfamilienhauses in Kisdorf. 61 Sorten der feurig-scharfen Nachtschattengewächse wachsen dort – liebevoll von Ivano Zanovello gepflegt und gehegt. Das Kaleidoskop der exotischen Chilisorten reicht von ganz harmlosen Vertretern der Paprikasorten mit gerade Mal zehn Scoville, der internationalen Skala für Schärfe von Lebensmitteln, bis hin zu 2,2 Millionen Scoville für den schärfsten Vertreter der Sorte-Carolina Reaper.

Eines der Premium-Produkte in Zanovellos privater Chili-Plantage heißt Trinidad Scorpion Butch Taylor. Klein, Rot und sehr geschmacksintensiv. Man muss vorsichtig beim Probieren sein, die kleinen Roten legen Gaumen, Geschmacksnerven und Verdauungsorgane schnell mit ihrer Schärfe lahm. Naturjoghurt und Milch sind dann die erste Hilfe. „Die Kerne machen die Schärfe aus, nicht das Fleisch“, sagt der ehemalige Schulkoch der Mensa der Olzeborchschule. „Auf die Idee, Chili zu züchten, kam ich vor 17 Jahren. Es fing mit zwei oder drei Sorten an, danach wurden es immer mehr.“ Außer Chili pflanzte der Kisdorfer Bärlauch, Minze, Topinambur, in seinem Garten an und verköstigte damit nicht nur restlos begeisterte Schüler, sondern auch fast das komplette Lehrerkollegium.

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