Naturfreunde pflanzen Blütenwiese für Bienen

Doreen Müller mit Sohn Johann und Tochter Ida halfen fleißig bei der Pflanzaktion mit. FOTO: CSR

 

Henstedt-Ulzburg. (CSR) Ein bisschen Regen hält keinen Naturschützer ab. So versammelten sich am vergangenen Sonntag knapp 30 große und kleine Helfer, um auf einer Ausgleichsfläche an der Abschiedskoppel in Henstedt-Ulzburg bienenfreundliche Sträucher und Wildblumen zu pflanzen. Zum Gemeinschaftsprojekt hatte die Wählergemeinschaft Henstedt-Ulzburg (WHU) sowie der Imkerverein „Die Bienenhüter“ aufgerufen, nachdem beide Gruppen beim vergangenen Gemeindefest ins Gespräch gekommen waren.

Rund 200 insektenfreundliche Sträucher wurden bei Regen auf der vom Bauhof vorbereiteten Fläche in den Boden gebracht. „Der Bauhof hat extra den Knick an einer Stelle aufgebrochen, damit wir einfacher durchkommen“, sagt Verena Grützbach, die zweite Vorsitzende der WHU und studierte Biologin. Das Ziel der Aktion ist die Nahrungsbeschaffung für die Bienen in der blütenarmen Zeit.

Hundebesitzerin Verena Grützbach von der WHU ist es gewohnt, bei Wind und Wetter draußen zu sein. „Bei diesem feuchten Wetter haben die Pflanzen eine gute Chance, auch im Frühling schnell anzuwachsen.“ FOTO: CSR

Denn ohne Blüten drohen die Bienen in der Zeit nach dem Verblühen der Rapsflächen Ende Mai bis zum Beginn der Lindenblüte zu verhungern. „Unsere knapp 70 Mitglieder sind allesamt Hobbyimker. Mit dieser Aktion wollen wir die Renaturierung und die Blütenwiesen unterstützen“, sagt Stefan Zienert, stellvertretender Vorsitzende der Bienenhüter.

Seit 2010 bemüht sich die Wählergemeinschaft darum, ihren Wohnort grüner werden zu lassen. Damals wurde die erste Wiese mit Blumen angelegt. Mittlerweile haben sich viele Gemeinden von diesem Projekt inspirieren lassen. „Quickborn hat sich bereits angeschlossen und Alveslohe zieht im nächsten Jahr nach“, sagt Karin Honerlah. Ein toller Erfolg, denn „Bienen- und Insektenschutz müssen wir alle gemeinsam betreiben“. So hat der Bauhof auch zugesagt, die Neuanpflanzung zu wässern. „Eine Wiederholung dieser Aktion ist nicht ausgeschlossen“, erklärt auch Bienenhüter Stefan Zienert.