Neuer Wanderweg eröffnet

Fast 50 Leezener kamen zur feierlichen Eröffnung des Bauwerks im Leezener Autal. Foto: awi

Leezen. (awi) Leezen ist wieder um eine Attraktion reicher. „Vor 25 Jahren entstand die Idee während eines Bundeswehr-Manövers in der Au-Niederung“, erinnert sich Ulrich Schütze, damals Lehrer und Gemeinderat in Leezen. Die Soldaten schlugen eine Behelfsbrücke über die Leezener Au vom Bocksberg nach Krems I, und seitdem wünschen sich die Leezener eine feste Brücke im FFH-Gebiet „Leezener Au-Niederung und Hangwälder“ an dieser Stelle, die heute den alten Kirchweg von Kükels nach Leezen durch das Autal am Bocksberg weiterführt. Zu den allerersten freudigen Nutzern des nagelneuen Wanderwegs zählten die vierzehn Mitglieder des Wandervereins Blau-Weiß Leezen. „Ganz wunderbar“, findet Kassenwart Ulrich Mix diese Neuerung, „Endlich haben wir eine direkte Verbindung der Wanderwege von Leezen nach Krems I“.

Und nicht nur die organisierten Hobby-Wanderer haben den neuen Weg durch eines der größten Feuchtgrünlandgebiete Schleswig-Holsteins sehnsüchtig erwartet. Fast 50 Leezener kamen zur feierlichen Eröffnung des 340 Meter langen Bauwerks durch Bürgermeister Ulrich Schulz (WGL). „Die gesamte administrative Planung, Abwicklung und Baubegleitung erfolgte durch die Flurbereinigungsbehörde Lübeck“, erläutert Bürgermeister Schulz, „Es bestand während der gesamten Maßnahme jedoch enge Zusammenarbeit mit dem verantwortlichen Gewässerpflegeverband Mözener Au, der Kurt-und-Erika-Schrobach-Stiftung, der Gemeinde Leezen der Unteren Naturschutzbehörde, der Teilnehmergemeinschaft sowie den aktiven Landwirten in der Niederung“.

Der Wanderweg ist zwei Meter breit und wurde in wassergebundener Bauweise erstellt. Über die Au führt nun eine Brücke aus Glasfaserkunststoff (GFK), da kaum ein anderer Werkstoff der zwanzig Meter messenden Torfschicht trotzen könnte. In den sumpfigen Quellwasserbereichen wurde der Weg aufgeständert und mit Bohlen belegt.

Die Kosten in Höhe von etwa 150.000 Euro wurden zu einhundert Prozent mit Landesmitteln gefördert. Das FFH-Gebiet im 300 Hektar großen Leezener Autal umfasst zirka 140 Hektar. Die Unterhaltung und Verkehrssicherungspflicht übernimmt die Gemeinde Leezen.