Schilder sollen Besucher der Promenade an Regeln erinnern

Neue Schilder erklären, was man am See und an der Promenade nicht darf. Foto Matthias Ralf

Bad Segeberg (mtr) Vandalismus, Müll, laute Musik und Hunde im Kneippbecken für Menschen – diese und andere Probleme versucht die Stadt nun mit dem Aufstellen von Schildern am Großen Segeberger See in den Griff zu bekommen. Eigentlich sollten diese Regeln allen Besuchern klar sein. Doch aus gegebenem Anlass sah sich die Stadt in der Pflicht, Schilder mit Verhaltensregeln aufzustellen. Die Zukunft wird zeigen, ob sich die Besucher davon beeindrucken lassen. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird zur Kasse gebeten. Die Seepromenade am Großen Segeberger See ist seit der Fertigstellung im September 2014 im Sommer wie Winter ein beliebtes und gern aufgesuchtes Ziel für die Bürger und Besucher der Stadt. Sie lädt zum Erholen, Aktivsein, Flanieren und Verweilen ein. Um die wesentlichen Verhaltensregeln allen Nutzer knapp und verständlich näherzubringen, werden in der kommenden Woche an den Zugängen der Seepromenade Schilder aufgestellt. „Wir wollen unsere sehr schöne Seepromenade erhalten“, sagte Bauamtsleiterin Antje Langethal. Leider habe der Bauhof in den vergangenen Jahren großen Aufwand betreiben müssen, um Beschädigungen und Unrat zu beseitigen. „Nach manchen Wochenenden hatten die Mitarbeiter des Bauhofes einen halben Anhänger voller Müll.“ Sprayer hätten ihre Schmierereien hinterlassen. Vor allen an Wochenenden träfen sich viele meist junge Menschen, um am See zu feiern. Unrat wird häufig achtlos liegengelassen. Einige Feiernde würden sogar direkt auf den Pflastersteinen oder dem Holzsteg grillen. Ein weiteres Ärgernis: Hundebesitzer lassen ihre Vierbeiner im Kneippbecken baden. „Es ist ein Kneippbecken für Menschen“, betonte die Bauamtsleiterin. „Wir wollen keinen Schilderwald aufstellen“, machte Langethal klar. Die Frage ist allerdings, ob sich die Besucher davon beeindrucken lassen. Trotz zweier Schilder, auf denen das Füttern der Enten untersagt wird, bringen viele Besucher ganze Brotrationen mit zum See, um den putzigen Wasservögeln ihrer Ansicht nach „etwas Gutes“ zu tun, weiß Langethal. Doch die Brotreste und die Hinterlassenschaften der Enten aus unnatürlicher Nahrung verunreinigen das Wasser. Hundehalter werden gleich doppelt angesprochen. Neben der Bitte, die Partner mit der kalten Schnauze nicht ins Kneippbecken zu schicken, werden Herrchen und Frauchen auch angehalten, ihre Lieblinge anzuleinen und natürlich die Verunreinigungen der Vierbeiner ordnungsgemäß zu entsorgen. Die Regeln gelten für den Kurpark, die Promenade und die angrenzende Backofenwiese.