Segeberger Schüler knobelten bei weltweiter Mathenacht mit

Oskar Meineke aus Bad Segeberg (v.li.), Pia Friedrich aus Bad Segeberg und Lara Mörkels aus Negernbötel waren bei der Mathenacht im Städtischen Gymnasium dabei. Die Fünftklässler ließen sich schnell von der besonderen Stimmung am Abend mitreißen. Foto: Matthias Ralf

Bad Segeberg (mtr) Hannah sitzt neben Dirk, Arne sitzt gegenüber von Leah, Leah sitzt an Hannahs linker Seite, Leon sitzt direkt am Fenster und Martin sitzt gegenüber von Hannah – wer sitzt gegenüber von Leon? Über solche und andere Aufgaben knobelten 180 Schüler in 74 Gruppen am Städtischen Gymnasium (STG) bis die Köpfe rauchten. Die „Lange Nacht der Mathematik“ am Freitag, 24. November 2017, sorgte bei 16.605 Teilnehmer an 298 Schulen weltweit für Begeisterung. Mehrere Schulen aus dem Kreis Segeberg waren an der Traditionsveranstaltung beteiligt. Enttäuschungen über missglückte Lösungsversuche mischten sich mit großen Jubelstürmen über das Erreichen der nächsten Runde. Der Nordexpress besuchte die Rechenkünstler an der Dahlmannschule und dem Städtischen Gymnasium Bad Segeberg.

Ausgerüstet mit Geodreieck, Zirkel, Bleistift, Würfel und vor allem genügend Vorstellungsvermögen stellten sich die jungen Rechenkünstler dem Wettbewerb, der von einem Team der Klaus-Groth-Schule unter der Leitung von Lehrer Jochen Carow seit 1999 veranstaltet wird. Die Schüler mussten sich weltweit online anmelden – auch die Deutsche Schule in Yokohama (Japan) schickte Schülergruppen ins Rennen.

„Es sind meist sehr anspruchsvolle Aufgaben“, erklärte Mathematiklehrer Wolfgang Loch, der am STG die Veranstaltung seit einigen Jahren organisiert. „Die Schüler arbeiten sehr konzentriert“, lobte Loch. Damit die grauen Zellen auch vernünftig arbeiten konnten, gab es Energie in Form von Naschis und Pizza aus der Lehrküche von den Eltern. Die Dahlmannschule hatte im vergangenen Jahr mit der Oberstufe erstmals wieder an der Mathenacht teilgenommen. Bei der diesjährigen Auflage durften alle Klassenstufen ran. Auch an der „DMS“ ließen sich die Jugendlichen von den schwierigen und oft mehrdeutig formulierten Aufgaben nicht entmutigen.

Mehrere Stunden grübelten die Teilnehmer über den Aufgaben. Wurden alle Antworten gefunden, konnten die Ergebnisse online eingegeben werden. War alles richtig, wurde die nächste Runde für den jeweiligen Jahrgang der Schule freigeschaltet. Drei Runden waren zu überstehen. Bis in die frühen Morgenstunden konnte weiter gerechnet werden – in der Schule oder zu Hause.