Sicherer Umgang mit der Motorsäge

Kolja Flägel aus Bad Segeberg nahm an der Landesmeisterschaft der Waldarbeit bei Möbel Kraft teil. Foto: mtr

Bad Segeberg. (mtr) Der Geruch von frisch geschnittenem Holz und laute Motorsägen kündigten den Besuchern schon von Weitem an, dass hier was los war. Mit der 13. Landesmeisterschaft der Waldarbeit holte sich Möbel Kraft diejenigen vor die Haustür, die das Material für schöne Möbel oder andere praktische Gegenstände produzieren. 30 Teilnehmer der Landesmeisterschaft zeigten den Zuschauern, wie präzise, sicher und schnell sie mit der Motorsäge umgehen können.

Beim Wettkampf ging es um einen möglichst perfekten Schnitt in möglichst kurzer Zeit. Insgesamt durchliefen die Waldarbeiter fünf Disziplinen. Dazu gehören die Zielbaumfällung, Entastung, Kettenwechsel, Kombinations- und Präzisionsschnitt. Wer am schnellsten und genauesten sägt, dabei auf Sicherheit achtet erhält die meisten Punkte.

„Wir haben hier sehr viele gute Ergebnisse gesehen“, freute sich Kolja Flägel. Der Bad Segeberger ist Vorsitzender des Vereins Waldarbeitsmeisterschaften Schleswig-Holstein, kümmerte sich um die Organisation und legte als Teilnehmer selbst Hand an die Säge. „Jeder benutzt seine eigene Säge“, erzählt der gelernte Forstarbeiter. Einige Sägen seien optimiert; alle verwendeten Geräte müssen aber original sein.

„Wir haben sogar Weltmeister mit dabei“, hob Flägel hervor. Vor rund zwei Wochen fanden die Weltmeisterschaften für Waldarbeiter im norwegischen Lillehammer statt. Die deutsche Nationalmannschaft wurde im Teamwettbewerb Vizeweltmeister. Thomas Schneider aus Ulm wurde U24-Weltmeister. „Das war mein bisher größter Erfolg“, sagte der 23-jährige Forstwirt. „Ich bin mit 16 Jahren zu diesem Sport gekommen“, erzählt Morris Golin. Der 22-jährige Fahrenkruger hat über seinen Kumpel Kolja Flägel die Liebe zur Arbeit mit dem vielseitigen Naturprodukt Holz entdeckt. „Ich trainiere alle zwei Wochen.“ Dabei geht es manchmal zum Üben in den Wald oder in die Garage zum Kettenwechsel.

Am eindrucksvollsten waren für die Zuschauer die präzisen Baumfällungen. Aber auch neben den Wettkämpfen der Waldarbeiter gab es zahlreiche Aktionen. Bei einem Stand des Erlebniswaldes Trappenkamp konnten Gäste Vogelhäuschen selbst bauen. Die Mit-Mach-Aktionen sowie ein Glücksrad für Kinder kamen bei den Lütten hervorragend an. Informationsstände und Tischler bei der Arbeit rundeten das Programm ab.