Spaß für Groß und Klein beim Biikebrennen

Gerd Heinrich Wrage hatte vor elf Jahren die Idee, das nordfriesische Fest nach Itzstedt zu holen.Fotos: kjh

 

ITZSTEDT. (KJH) Der Schnee am Sonntagmorgen hatte zwei Seiten: Einerseits bildete er bei sonnigem Winterwetter eine schöne Kulisse für das traditionelle 11. Biikebrennen in Itzstedt, das die FDP veranstaltete, andererseits war der Buschholzstapel von oben reichlich feucht geworden, sodass es eine Zeit dauerte, bis Gerd Heinrich Wrage ihn zum Brennen brachte.

„2007 hatte ich die Idee, auch hier bei uns ein kleines Volksfest mit großem Lagerfeuer zu gestalten, und seitdem feiern wir das Biikebrennen bei mir auf der Wiese“, berichtet er. „Durch die Nässe im Herbst und den Frost in den letzten Tagen und Wochen mussten wir das Fest mitten ins Dorf auf den Bolzplatz verlagern, aber das zieht jetzt wohl noch mehr Besucher an.“ In der Tat umlagerten über 200 Besucher den zur Grillbude umgebauten ehemaligen Melkstand, die Feuerkörbe zum Stockbrotrösten und den Ofenanhänger, der eine gemütliche Wärme ausstrahlte.

Sie nutzten die Gelegenheit zu einem Plausch bei Punsch und Bratwurst, die von Uwe Mette und Reinhard Schümann unablässig gegrillt wurden.

Die FDP erhofft sich, im Mai noch ein oder zwei Gemeindevertreter mehr stellen zu können. Aber auch andere Bürger nutzten die Gelegenheit und warben für ihre Vorhaben. Annelore und Eckhard Seyer unterstützen schon seit längerem Kindergarten, Spielehaus und Altenheim im estnischen Ahja. Am 5. Mai veranstalten sie dazu im Ort einen Bürgerflohmarkt. Die Standgebühr von zehn Euro pro Stand und den Erlös aus Kaffee- und Kuchenverkauf werden sie dann persönlich direkt in Estland in der kleinen Gemeinde im Südosten des Landes übergeben.

Viel Spass hatten natürlich besonders die Kinder. Emmalina, Karl Johan, Louisa und Melia genossen die knisternde, wärmende Biike und warfen unter Aufsicht ihrer Eltern gern noch den einen oder anderen Stock hinein.

Emmalina, Karl Johan, Louisa und Melia (v.li.n.re.) freuten sich über das knisternde Holzfeuer und warfen noch den einen oder anderen Stock hinein. Foto: kjh