Ungewöhnlicher Probenraum für komödiantisches Stück

Regisseur Hinnerk Saara und Souffleuse Renate Hansen („Toseggersch“) achten in den Szenen auf jedes kleine Detail. Originell ist die Proben-Atmosphäre mitten im Autohaus Olbert an der Dahlienstraße allemal. Foto: stm

Bad Segeberg. (stm) Einen ungewöhnlichen Probenraum haben sich die Sebarger Speeldeel ausgesucht. Zwischen Auspuffen, Kofferraumklappen und Außenspiegel probt die Gruppe im Autohaus Olbert gerade ihr neuestes Stück „Dree niege Froons för Wotan“. Bis zur Premiere am 10. November gibt es noch einiges zu tun.

Die Laienspielgruppe existiert bereits seit 79 Jahren und blickt daher auf eine lange Geschichte zurück. Die Sache mit dem Probenraum war bereits in der Vergangenheit immer wieder ein Thema. Früher konnte die Gruppe die städtische Tribüne an der Rennkoppel nutzen, dort mussten die Kulissen aber immer wieder auf- und abgebaut werden. Als Ausweichquartier erhielt sie im Vorjahr die Gosch-Jansen-Halle an der Marienstraße – aber dort herrschten eisige Temperaturen. Auf der Suche nach einer neuen Location fragte Mitspieler Johannes Hassmann dem Autohausbesitzer Sven Olbert. „Hast du nicht ’nen Probenraum für uns?“, fragte Hassmann im Scherz – aber Olbert antwortete: „Sofort!“ Gesagt – getan. Olbert bot an, dass die Truppe ihre von Erwin Hansen, Klaus Piesker und Johannes Hassmann gebauten Kulissen dauerhaft in seinem Ausstellungsraum an der Dahlienstraße aufbauen und nach Feierabend dort proben darf – und das auch in den kommenden Jahren. So kann sich das Ensemble nun voll und ganz auf den Feinschliff der neuen Komödie konzentrieren.

Die Zuschauer können sich auf eine erfrischende Komödie voller Gags und plattdeutscher Bonmots freuen. Regisseur Saara blickt auf die Probenanfänge im August zurück: „Am Anfang kamen wir vor Lachen nicht weiter. Wir haben eine ganze Zeit gebraucht, bis die Mitglieder nicht anfingen zu lachen.“ Für die Zukunft werden weitere Mitspieler gesucht – vor allem ein junger Mann wäre gern gesehen.