Zahlreiche Leckereien rund um die tolle Knolle

Marvin Innemann (12, v.li.n.re.) aus Bad Segeberg, Erik „Gimli“ Borchers (14) aus Wakendorf I und Alexander „Biber“ Vidal (10) aus Bad Segeberg brutzelten am Stand der Freien Pfadfinderschaft deftige Bratkartoffeln über dem offenen Feuer. Foto: stm

Bad Segeberg. (STM) Wer am vergangenen Sonnabend und am verkaufsoffenen Sonntag durch die Bad Segeberger Fußgängerzone schlenderte, hatte wirklich die Qual der Wahl: Sollte man nun die knackfrischen Pommes Frites probieren, die handgeriebenen Kartoffelpuffer, die schmackhafte Kartoffelsuppe, die deftigen Bratkartoffeln der Freien Pfadfinderschaft oder doch das noch warme Kartoffelbrot, das Bäckermeister Torsten Gräper aus dem Holzbackofen bugsierte?

Doch auch jenseits der tollen Knolle gab es beim Kartoffelfest, das in der Kalkbergstadt schon seit Jahren zum festen Programm gehört, jede Menge Leckereien – von Spanferkel über Bratwurst und Kürbissuppe bis hin zu Crêpes und anderen süßen Verführungen.

 Aktionen für die ganze Familie

Viele Unternehmer lockten ihre Kunden mit besonderen Aktionen. Manches davon war neu, wie beispielsweise das „lebendige Schaufenster“ des Bekleidungsgeschäfts Miller&Monroe. Mitarbeiterin Annelie Schaper und ihre ehemalige Kollegin Brigitte Pfeiffer präsentierten im Schaufenster allerlei schicke Outfits und Accessoires. „Eine Modenschau einmal anders“, sagte Annelie Schaper. Vor der Tür des Ladenlokals, in dem früher die Kette Charles Voegele ansässig war, saß Musiker Marco de Maurice mit seiner Gitarre und spielte gefühlvolle Evergreens wie „Right Here Waiting“, „Sounds Of Silence“ und „She“. Sportliche Vorführungen zählten ebenso zum Programm wie etliche Sonderangebote und Gewinnspiele. Im Kundencenter der Segeberger Zeitung hatten Kunden die Chance, das Gewicht einer großen Tüte voller Kartoffeln zu schätzen.

Gemütliche Stimmung bei spätsommerlichem Wetter

Für Besucher aller Generationen wurde in der Innenstadt etwas geboten. Bevor es am Sonntag bei spätsommerlichem Wetter noch deutlich voller wurde, hatte das Kartoffelfest schon am Sonnabend mit gutem Zuspruch begonnen. Volker Albers, Inhaber der Firma Adolf Rohlf & Söhne, präsentierte allerlei schicke Öfen für die kalte Jahreszeit und war mit der Resonanz sehr zufrieden. „Wenn es ganz voll ist, schieben sich die Leute nur durch“, sagte er. „Es ist gemütlich voll – genau die richtige Besucherzahl.“

Auch an den zahlreichen Holztischen machten es sich viele Kunden gemütlich. Das Kartoffelfest entwickelte sich regelrecht zu einem kommunikativen Treff. Einige Kunden schleppten am Ende säckeweise Kartoffeln, die sie beim Hofladen Schönmoor gekauft hatten, zum Auto. Das Team im Hofladen hatte eine reiche Auswahl zu bieten – von der mehligen Sorte Auguste bis hin zu dem vorwiegend festkochenden Sorten Linda, Alians und Belana. Etwas Besonderes war die rotschalige Laura, die innen aber im klassischen Kartoffelgelb leuchtete.