Zweite Kunstmeile in Seth: Das bunte Dorf

Die zweite Kunstmeile Seth steht am kommenden Sonntag an. Foto: hfr

Seth. „Wir bunten das Dorf“ heißt es wieder auf der Kunstmeile Seth am Sonntag, 25. März, von 11 bis 18 Uhr im Schützenheim, Hauptstraße 52a.

Primulart organisiert in Zusammenarbeit mit der Gemeinnützigen Christrose und der Gemeinde Seth die zweite Auflage der Veranstaltung, die vor allem eines sein möchte: eine möglichst kostenlose Plattform, die es regionalen Künstlern ermöglicht, ihre Kunst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nachdem die erste Veranstaltung im März letzten Jahres mit acht ausstellenden Künstlern und 300 Besuchern ein voller Erfolg war, wird auch in diesem Jahr wieder viel Wert auf Vielfalt, Einzigartigkeit und Transparenz gelegt. „Die letzte Veranstaltung war unglaublich inspirierend und wir alle, einschließlich der Künstler, hatten noch drei Tage danach mit einem Hochgefühl zu tun“, freut sich Initiatorin und Organisatorin Jana Ermes: „Viele Künstler haben die plötzlich frei werdende positive Energie nutzen können, haben Mut gefasst, eigene Wege zu gehen, um ihre künstlerische Arbeit voran zu treiben. Das Feedback war komplett positiv.“

 Künstlerische Live-Aktionen

Malerei, Skulpturen, Fotografien, Carving, Airbrush und Live-Musik dürften auch in diesem Jahr zahlreiche Besucher anlocken: Für die 15 Künstler eine gute Möglichkeit, um Rezipienten zu gewinnen, Kunden zu akquirieren, Netzwerke aufzubauen und auf sich aufmerksam zu machen. „In diesem Jahr freue ich mich besonders auf neue Künstler und verschiedene Live-Auftritte. Kurt Möller aus Nahe wird zum Beispiel live mit einer Motorsäge Carving betreiben. Erika Göddeke aus Ahrensburg wird Portraits zeichnen, Judith Wiedemann aus Sülfeld wieder live airbrushen.“

Swimming heart
Stefanie Hundeshagen malt ihre Bilder auf winzigen Glasdias. Foto: hfr

Die Kunstmeile macht das Potenzial deutlich, über das die Region und ihre Künstler verfügen. „Ich hatte so viele Anfragen von tollen unbekannten Künstlern, und am liebsten hätte ich allen einen Platz zum Ausstellen eingeräumt, doch ich möchte die Besucher nicht überfordern mit einem Überangebot. Mein Wunsch ist es, dass die Besucher sich Zeit nehmen, Gespräche führen, die Künstler kennenlernen“, so Ermes. „Ich möchte, dass die Menschen verstehen, dass eine Gesellschaft ohne Kunst und Kultur ein Armutszeugnis wäre, dass die Gedanken weg von Eile, Konsumrausch und negativen Schlagzeilen hin zu Kreativität und Achtsamkeit gelenkt werden“, erklärt Ermes.

Ein weiteres Plus: Die Kunstmeile bereichert die ländlichen Gemeinden und unterstützt regionale Vereine durch Spendengelder und die Präsentation ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit. Ganz nach dem Motto „Kunst trifft Tradition“ gehen die Einnahmen aus der Cafeteria in diesem Jahr an die Sether Schützenjugend. Zukunftspläne gibt es auch: „Jede Veranstaltung setzt neue Ideen frei, sodass es eigentlich immer so weiter gehen kann, mit immer neuen Überraschungen. Erstmal freue ich mich jetzt darauf, nach den grauen Tagen wieder ein bisschen mehr Farbe und Abwechslung in den Ort zu bringen.“

 Der Eintritt ist frei. Weitere Infos auf www.primulart.de