Hinein ins 25 Grad warme Wasser

Bei der Eröffnung des Kaltenkirchener Freibads am Wochenende wurde ausgiebig vom Ein- und Drei-Meter-Turm gesprungen. Die DLRG unterstützte bei der Aufsicht. Foto: ptl

Kaltenkirchen. (gum/ptl) Die Becken waren randvoll, zahlreiche rosafarbene Flamingo-Badeinseln säumten die Becken und Wiesen: Am Wochenende startete das Freibad Kaltenkirchen in eine neue Badesaison, der bereits 20. an diesem Standort. 

Dass die Zeit so schnell vergangen ist, mag Geschäftsführer Torge Pfannenschmidt kaum glauben: „Wenn ich daran denke, sehe ich immer noch die Bagger vor mir.“ Fast genau vor 20 Jahren, am 29. Mai 1999, wurde mit einer großen Freibad-Party, zahlreichen Gästen und Attraktionen das zwei Hektar große Freibad neben der Holstentherme eröffnet: 850.000 Badegäste haben die dauerhaft 25 Grad warmen Becken seitdem aufgesucht, sich als Turmspringer oder Beachvolleyballspieler versucht, die Rutsche genutzt – oder sich einfach mal auf den Wiesen entspannt. „Mitten im Herzen von Kaltenkirchen bieten wir für Junge und Alte viel Badespaß.“ Aber auch die Schwimmsportler kommen in den frühen Morgenstunden nicht zu kurz. 

Ganz neu im Team der Schwimmaufsicht ist Yüksel Eldem Cruz. Der Fachangestellte für Badebetrieb unterstützt seit Anfang Mai Schwimmmeister Till Asmus. Ursprünglich war der gebürtige Eutiner Leistungssportler. „Ich bin mit Schwimmen groß geworden und habe dann mein Hobby zum Beruf gemacht.“ Dabei hat der 31-Jährige auch immer ein offenes Ohr – und das sogar auf Deutsch, Türkisch, Spanisch, Italienisch und Englisch. Seit 2001 kümmert sich dagegen Till Asmus um das Freibad: „Wir machen fast alles.“ Gästebetreuung, Reinigung, Kontrolle der Chemikalien, Aufsicht. „Seit 2001 haben wir hier rund 700 Kindern das Schwimmen beigebracht.“ 

„In den letzten zwei Jahren waren wir auch die beiden Ersten bei der Eröffnung der Freibad-Saison“, meinte Karsten Behrendt, als er gemeinsam mit Kilian Harm am ersten Tag dabei war. Sprünge in allen möglichen Variationen vom 1- und 3-Meter-Brett sind die liebste Beschäftigung der beiden jungen Männer. Für die kommende Saison nehmen sie sich vor, verstärkt auf Tempo zu schwimmen. Vom Wetter unabhängig trifft sich nahezu täglich auch eine Seniorengruppe zum gemeinsamen Frühschwimmen. „Wenn alle kommen, sind wir zehn Personen“, meinte Thea Bichel. Auch wenn die Gesundheit und das gesellige Miteinander bei den Senioren im Vordergrund stehen – gelegentlich flammt sogar sportlicher Ehrgeiz auf. Karin Franck, 84, machte sogar mit 75 Jahren ihr Schwimmabzeichen in Silber.