Buchweizen ganz neu entdeckt

Ob im Keks, im Pfannkuchen oder als Füllung im Kürbis: Die Kochbuchautorinnen Conny Golchert, Andrea und Lisa Oppermann (v.li.n.re.) verwenden Buchweizen für fast alle Gerichte. Foto: lbw

Wiemersdorf. Für die ältere Generation ist es nichts Besonderes, doch in der modernen Küche erlebt der Buchweizen aktuell eine Renaissance. Der beste Zeitpunkt, um ein Kochbuch mit der ganzen Vielfalt des Knöterichgewächses herauszubringen – dachten sich drei Wiemersdorferinnen.

In ihrem Werk „Buchweizenzauber“ bringen Andrea Oppermann, Tochter Lisa und Nachbarin Conny Golchert alte Rezepte zurück in den Alltag der Menschen. Insgesamt 134 Rezepte, darunter auch die Buchweizengrütze, die vor und nach der Kriegszeit bei Kindern sehr beliebt war, sind in dem Kochbuch zu finden. Egal ob zum Frühstück, als Salat, süß als Kuchen oder Keks oder Herzhaftes aus Topf, Pfanne und Ofen, Buchweizen ist vielseitig einsetzbar.

Die Idee zum Kochbuch kam ganz nebenbei im Österreich-Urlaub, erzählt Andrea Oppermann. „Mein Mann ist schuld“, sagt sie: „Er hatte die Idee mit dem Buchweizen.“ Diese kam ihm bei einem Gespräch mit einem hiesigen Landwirt, der Buchweizen anbaut.

Für die 55-jährige Wiemersdorferin ist es bereits das 14. Kochbuch, das sie allein oder im Team geschrieben hat. Letztes Jahr brachte sie „Kohlvielfalt“ heraus, zum ersten Mal zusammen mit Tochter Lisa (28) und Freundin Conny Golchert (58). Die wollten sich das Buchweizen-Projekt nicht entgehen lassen: „Wir waren gleich begeistert davon, es macht großen Spaß, ein Kochbuch zu kreieren“, sagt Golchert.

Etwa sechs Monate lang haben die Frauen gekocht. „Der Großteil der Rezepte stammt von uns, wir haben einfach ganz viel ausprobiert“, erzählt Andrea Oppermann. Hinzu kommen Rezepte, die ihnen aus vielen Teilen der Welt zugesandt wurden.

Das Kochbuch „Buchweizenzauber“ ist im Schnell-Verlag erschienen und kostet 12,80 Euro. Erhältlich ist das Kochbuch unter der ISBN 978-3-87716-654-3. lbw.