Auf dem Weg zur Pop-Kantorin

Anna Hinrichsen am Flügel in der Marienkirche: Die 44-Jährige deckt in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bad Segeberg als Vollzeitkraft die sogenannte Popularmusik ab. Auf Wunsch singt sie bei Familienfeiern auch Schlager. Foto: thbAnna Hinrichsen am Flügel in der Marienkirche: Die 44-Jährige deckt in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bad Segeberg als Vollzeitkraft die sogenannte Popularmusik ab. Auf Wunsch singt sie bei Familienfeiern auch Schlager. Foto: thb

Bad Segeberg. (thb) Die Gemeinde zum Singen bringen, ist nicht einfach, aber Anna Hinrichsen macht es richtig viel Spaß. Die 44-Jährige ist in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde für die so genannte Popularmusik zuständig.

Mit Kirchenmusik verbinden viele im ersten Moment eher monumentale Orgelklänge. In Bad Segeberg wird dieser Bereich seit Jahren fachlich von Kreiskantor Andreas Johannes Maurer-Büntjen abgedeckt. „Dass es bei uns gleichberechtigt auch musikalische Angebote bis hin zum Schlager gibt, hat sich leider noch nicht überall herumgesprochen“, bedauert Anna Hinrichsen, die ihren Job in Bad Segeberg Mitte 2016 angetreten hat.

Ob Beerdigungen, Taufen oder Hochzeiten: Wer möchte, kann seine Wunschmelodien von ihr gern live vortragen lassen. Die 44-Jährige spielt nicht nur Klavier und Gitarre, sondern singt auch. Ihr Repertoire an bekannten Melodien jenseits der Klassik ist groß. Bei der Nordkirche in Rendsburg begann sie eine auf drei Jahre angelegte Ausbildung, aktuell stehen die Prüfungen an. Wenn sie alle bestanden hat, führt sie den offiziellen Titel einer „Pop-Kantorin“.

In Bad Segeberg leitet sie den hiesigen Gospelchor schon seit September 2016. Die Führung eines Ensembles gehört neben dem Schreiben von Arrangements auch zum Unterrichtsstoff in Rendsburg. Am Freitag und Sonnabend, 8. und 9. März, wird es jeweils ab 19 Uhr zwei öffentliche Aufführungen des Jesaja-Pop-Gospel-Oratoriums von Hartmut Naumann in der Versöhnerkirche geben.