Bad Bramstedt hat Charme

Erst seit wenigen Wochen im Amt, schmiedet Greta Jöhnk bereits an Ideen, Bad Bramstedt besser zu vermarkten. Foto: osp

Bad Bramstedt. (osp) Wie kann aus der Stadt eine Marke entstehen, die für Einwohner, Geschäftsleute und auch Gäste attraktiver wird. Seit dem 12. August ist Greta Jöhnk in der Verwaltung für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung zuständig. Nach gut zwei Monaten in ihrer Tätigkeit hat sie erste Vorstellungen, wie das geschehen kann.

„Man kommt rein in die Stadt und verspürt einen gemütlichen Charakter und Charme“, schildert die 27-Jährige ihre ersten Eindrücke. Dazu tragen nach ihrer Bewertung Gebäude wie das Schloss, die Kirche und das Rathaus bei, aber auch, dass kein Einkaufszentrum die Stadt dominiert. Außerdem bewertet sie das viele Grün und die vielen Auen sehr positiv. „Eine gute Basis für Stadtmarketing, um die Stadt auch nach außen attraktiv zu präsentieren“, ist sie überzeugt.

Ideen fürs Stadtmarketing 

Greta Jöhnk hat an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel den Master-Studiengang „Stadt- und Regionalentwicklung“ abgeschlossen und sprudelt nur so vor Ideen. Zunächst wird es ein großes Projekt sein, ein Stadtmarketing für Bad Bramstedt zu entwickeln. „Das könnte in Form von Workshops mit Kommunalpolitikern, Geschäftsleuten und Einwohnern erfolgen“, so Jöhnk. Nach außen soll ein Logo und ein Slogan mit zur Corporate Identity beitragen. Damit könne beispielsweise auch der Einzelhandel Werbung machen, so Jöhnk. Auch im Tourismusbereich könnte mit dem Logo Werbung auf Broschüren wie einem Kulturwegweiser, einem Veranstaltungskalender, Notizkalendern oder Bechern das Logo prangen, nannte sie als mögliche weitere Beispiele.

Leerstände für  Pop-Up-Stores nutzen

Ein wichtiger Punkt auf ihrer Agenda ist das Leerstandsmanagement, mit dem sich auch schon der Bürger- und Verkehrsverein (BVV) befasst hat. Jöhnk denkt da insbesondere auch an eine Zwischennutzung für seit längerer Zeit leerstehende Gebäude mit zunächst kurzfristigen Nutzungen von einem Tag, über eine Woche bis hin zu Monaten, wie sie in anderen Städten teilweise schon praktiziert wird. Greta Jöhnk nennt in diesem Zusammenhang den sich neu etablierten Begriff der „Pop-up-Stores“. Aber auch der kurzfristigen Nutzung, um zum Beispiel Waren zwischenlagern zu können, könnten leerstehende Geschäftsräume dienen. 

 Nicht zuletzt sollen gerade auch Neubürger durch attraktive Angebote mit angesprochen werden, um ihre neue Heimatstadt schätzen und lieben zu lernen.