Bad Bramstedt will Fairtrade-Town bleiben

Bürgermeisterin Verena Jeske und Burkhard Stölck, Stabsstelle für Beteiligungsmanagement und Koordination im Rathaus (2.v.re.) trafen sich mit den Mitgliedern der Steuerungsgruppe für Fairtrade-Town, Christian Stockmar, Rolf-Dieter Pahl, Hans-Jürgen Kütbach und Barbara Demberger, um weitere Maßnahmen für die Verlängerung der Auszeichnung zu besprechen. Foto: osp

Bad Bramstedt. Vor gut eineinhalb Jahren hat Bad Bramstedt das Fairtrade-Siegel des gemeinnützigen Vereins Fairtrade erhalten. Seitdem ist die 14.500-Einwohnerstadt als Fairtrade-Town anerkannt und darf das Siegel beispielsweise in ihren Briefköpfen und auf ihrer Internetseite führen. Nun muss eine Verlängerung beantragt werden, weshalb sich die vor zwei Jahren gegründete Steuerungsgruppe traf.

Die Idee sich für fairen Handel einzusetzen, kam 2015. Damals galt es die Stadtverordneten davon zu überzeugen, einen Beschluss zu fassen, dass Bad Bramstedt Fairtrade-Town werden soll. Weiterhin musste eine aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammengesetzte Steuerungsgruppe etabliert werden, die sich um die Koordination der dafür notwendigen Aktivitäten kümmert. Dieser Steuerungsgruppe gehören derzeit der ehemalige Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach, Christian Stockmar als Vertreter eines Vereins sowie Rolf-Dieter Pahl und Barbara Demberger (Bündnis 90/Grüne) an.

Einzelhandelsgeschäfte, Kaffees und Restaurants – in Bad Bramstedt müssen wenigstens zwei Restaurants mitmachen, so die Bedingungen – bieten wenigstens zwei Fairtrade gehandelte Produkte an. In Bad Bramstedt sind unter anderem Famila und Edeka sowie die Bäckerei und Konditorei Wittorf beteiligt. Auch in den Schönkliniken werden fair gehandelte Produkte verwendet. Als Restaurants konnten bisher der Kaisersaal und die Glückmarie gewonnen werden. Erkennbar sind die beteiligten Betriebe an einem Aufkleber in den Geschäften.

Des Weiteren müssen auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Verein und Kirchen Produkte aus fairem Handel anbieten. „Bei uns wird im Rathaus nur noch Kaffee und Tee aus fairem Handel angeboten“, erklärte Bürgermeisterin Verena Jeske. „Wir wollen uns in Bad Bramstedt auch vor Ort dafür einsetzen, aktiv den fairen Handel zu unterstützen und damit einen Beitrag zur Armutsbekämpfung zu leisten.“ Auch der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Altholstein unterstützt mit seinem Weltladen den fairen Handel.

Fairtrade soll unter anderem erreichen, dass die Produkte nicht durch Kinderarbeit hergestellt werden, faire Preise erzielen und die Arbeitsbedingungen sicher sind.