Bau des Gemeindezentrums geht langsam voran

Funde von bisher unbekannten Versorgungsleitungen im Erdreich sind ein Grund dafür, dass die Bauarbeiten nicht so schnell vorangehen wie erhofft, sagt Ricklings Bürgermeister Keno Jantzen. Foto: dsn

RICKLING. (DSN) Die Tafeln sind abmontiert, die Türen ausgebaut. Sogar Kacheln und Putz sind teilweise von den Wänden geklopft und Fußböden entfernt: Im alten Ricklinger Schulgebäude erinnert nichts mehr daran, dass hier Kinder das Lesen, Schreiben und Rechnen lernten. Vor der Schule ist eine Fläche für einen neuen Parkplatz angelegt worden, auf der Schulhofseite ist schon ein Fundament für den Aufzug zu sehen.

Bald sollen in den ehemaligen Klassenzimmern Konzerte stattfinden, sich Gremien der Gemeinde treffen und ein Kiosk mit kleinem Café einziehen. Auch eine Sozialstation und die plattdeutsche Bücherei sollen hier Platz finden. 

Da es ein altes Gebäude ist, treten jedoch immer wieder Überraschungen auf. Rohrleitungen, mit denen niemand gerechnet hatte, lagen bei den Erdarbeiten im Weg. Bei zwei Kellerräumen waren die Türen zugemauert. Bei der Öffnung freuten sich die Bauarbeiter, dass sie keine Gerippe fanden. 

Leider kommt der Bau nicht so schnell voran wie gehofft, bedauert Bürgermeiser Keno Jantzen. Statt im Sommer werde die Einweihung wohl frühestens im Herbst oder noch später stattfinden. Einen Altbau zu sanieren, sei nicht einfach. „Aber dieses Haus ist ein Teil der Ricklinger Geschichte.“