Bramstedter Hymne wird zum zeitgemäßen Popsong

Jenny Viola Offen sang beim Bramstedt-Lied mit, eine Version sogar komplett auf Plattdeutsch. Foto: ben

Bad Bramstedt. (BEN) „Dat Bramstedt Leed“ von August Kühl (1861-1943), Lehrer und Kirchenorganist in Bad Bramstedt, wird sonst eigentlich nur bei Feiern, beispielsweise der Gilden, gesungen, begleitet von zünftiger Blasmusik. Nun ist daraus ein zeitgemäßer Popsong geworden. Die Idee dazu hatte die Leiterin des Jugendzentrums (Juz), Christine Daue. Im Dachgeschoss des Juz gibt es ein voll eingerichtetes Tonstudio. 26 digitale Tonspuren hat Daue schon aufgenommen: Der Männerchor Bad Bramstedt war im Studio, der Kinderchor der Grundschule Am Bahnhof, Saxophonistin Kerstin Golz sorgte für ein tolles Intro, Jorid Behn für die Gitarrenbegleitung, Jens Maneke für den Bass. Maximilian Sayir spielte das Keyboard und noch viele andere wirkten mit. Die Neuvertonung des Liedes wird eine echte Gemeinschaftsproduktion von Bad Bramstedtern und Ehemaligen. Auch Profisängerin und Entertainerin Jenny Viola Offen aus Hamburg stand vor dem Mikrofon. Sie sollte eigentlich die Hauptstimme singen, aber mittlerweile haben auch andere Bramstedter schon hörenswerte Soloparts geliefert. „Ich denke, wir werden alle gleichberechtigt auf der CD zu hören sein“, meint die Entertainerin. Aber was sie wohl am besten kann, sind die Improvisationen, die dem Song das gewisse Etwas geben – einschließlich Vogelgezwitscher, denn in dem Lied heißt es an einer Stelle „as de Vogel in de Twiegen.“ Apropos Plattdeutsch: Jenny Viola sang den Text, in dem die Bramstedter zum Zusammenhalt aufgefordert werden, auch noch einmal komplett auf Plattdeutsch ein – in Wiemersdorf aufgewachsen kann sie das natürlich. Und nun soll auch noch ein Rapper engagiert werden. Alle Fassungen werden am Ende auf CD gebrannt, so Juz-Leiterin Christine Daue.