Cello-Konzert in der Kreuzkirche

Unter dem Titel „Préludes“ spielt Johannes Raab Violoncello-Stücke von Bach und Karin Kirchbichler liest dazu passende Texte. Foto: hfr

Henstedt-Ulzburg. Zu einem ganz besonderen Konzertabend mit Johannes Raab (Violoncello) und Karin Kirchbichler (Lesung) lädt die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Henstedt-Ulzburg am Freitag, 5. April, ab 19.30 Uhr in die Kreuzkirche, Hamburger Straße 30, ein.

Johann Sebastian Bachs sechs Suiten für Violoncello solo sind für jeden Cellisten ein Heiligtum und ein Wunder. Ganz besonders die Präludien dieser Tanzsuiten regen mit ihrem improvisatorischen Erzählstil und ihrer enormen emotionalen Tiefe Spieler und Hörer gleichermaßen zum Nachdenken und Träumen an. Erzählen sie zusammen nicht vielleicht eine große Geschichte – über universelle menschliche Gefühle, Charaktere und Affekte, über Spiritualität und das Leben an sich – am Beispiel Jesu Christi. Dies steht als These, als Idee über dem musikalisch-literarischen Abend mit dem Titel „Préludes“.

„Mit aller Musik soll Gott geehrt und die Menschen erfreut werden. Wenn man Gott mit seiner Musik nicht ehrt, ist die Musik nur ein teuflischer Lärm und Krach“, so Johann Sebastian Bach über seine Vorstellung der eigenen Kunst und ihrer Bedeutung. Dieser Spur nun folgt der bekannte Hamburger Cellist Johannes Raab mit seiner ganz persönlichen, von tiefem Verständnis geprägten Interpretation der sechs Cello-Suiten, die das Zentrum des Konzertprojekts bilden. In einer zweiten Ebene werden dieser ergreifenden Musik treffende illustrierende Texte beigestellt, welche die differenzierten Stimmungen der Musik aufgreifen. Dafür wurden Worte aus dem Neuen Testament in der Übersetzung Martin Luthers, Ausschnitte aus Walters Jens‘ „Betrachtungen der Evangelien“ und Auszüge aus dem Roman „Die letzte Versuchung“ des sprachgewaltigen griechischen Schriftstellers Nikos Kazantzakis sinnfällig ausgewählt.

Karten zum Preis von 10 Euro sind an der Abendkasse erhältlich.