Das Kartoffelfest war eine runde Sache

Unter den wachsamen Augen von Juniorchef Jannis Lüthje (links) versuchten sich die jungen Besucher des Kartoffelfestes im „Kartoffelwerfen“. Hierbei wurde ein großer Ball geworfen und anschließend ein kleiner gefangen. Foto: dsn

Bad Segeberg. Linda, Belana, Afra oder Allianz? Anke Lensch aus Weede kam am Sonnabend ganz schön ins Grübeln beim Kartoffelquiz, das Hörgeräteakustikerin Irmtraud Hiesler beim Kartoffelfest in der Hamburger Straße aufgebaut hatte. Töchterchen Levke versuchte durch Geruchs- und Drucktests zu helfen. Für die Kleine gibt es das Kartoffelfest schon, so lange sie denken kann. Kein Wunder, sie ist sieben, die Aktion der Kaufleute schon zehn Jahre alt.

Schon am Sonnabend lud die Hamburger Straße trotz durchwachsenen Wetters zum Schlendern ein. Der Duft von Holzschnitzeln lag in der Luft, bunte Stände luden zum Verweilen ein, und bei Mitmachaktionen war das eine oder andere zu gewinnen. Strahlender Sonnenschein belohnte dann am Sonntag vollends die Organisatoren der Hamburger Straße für die Mühe, die mit einer solchen Veranstaltung verbunden ist. Ulf Peters, Motor des Ganzen, strahlte mit der Sonne um die Wette. Worte fand er für seine Freude nicht mehr. Und auch die Läden in der übrigen Fußgängerzone, die im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags ihre Türen geöffnet hatten, konnten sich über den Publikumsmagneten freuen.

Zur Mittagsstunde blieb manche heimische Küche kalt, boten doch Stände in der Hamburger Straße allerlei Leckereien aus der Kartoffel an. „Die Suppe hat wunderbar geschmeckt“, lobten Robert und Gisela Kastens die Kartoffelsuppe vom Deutschen Roten Kreuz. Kreisvorsitzender Siegfried Prante schaute selbst, ob die Feldküche ordnungsgemäß arbeitet. Zu Recht, wie Koch Ruediger Haß betonte. „Für uns ist das auch eine Katastrophenschutzübung.“ Am Sonntag hieß es jedoch schon um 13.30 Uhr: Suppe ausverkauft.

Allerlei kulinarische Köstlichkeiten bot das Kartoffelfest in der Hamburger Straße. Ein Gaumenschmaus waren auch die Pommes beim Round Table 148 und die Kartoffelpuffer von Phillipzig. „Toll, dass das hier in meiner Heimatstadt organisiert wird“, fand auch Stephan Lang, der inzwischen in Hannover wohnt und mit seinen Eltern Reinhard und Angela Lang Kartoffelpuffer verputzte.

Auch für die Kinder wurde etwas geboten. Auf einem Kinderkarussell drehten die Kleinsten ihre Runden und klatschten dabei ihre am Rand stehenden Mamas ab. Die etwas größeren Kinder durften beim Kartoffelwerfen Zielvermögen und Reflexe testen. Mit Lebensmitteln wurde da aber nicht gespielt. Stattdessen flogen Bälle – immer unter den wachsamen Augen von Juniorchef Jannis Lüthje, der seinen Papa Dirk Lüthje begleitete.

Nervenkitzel bot die Achterbahnfahrt, die der SZ-Media-Store bot. Die Sturzfahrten, die manchen den Atem anhalten ließen, waren zwar nur virtuell mit VR-Brille zu erleben. Ihren Eindruck auf Puls und Blutdruck hinterließen sie aber trotzdem. Es sei denn, man war so cool wie Rentnerin Karla Bittner. „Das war eine schöne Fahrt“, fand sie.