„Der Kreis Segeberg ist absolut wettbewerbsfähig“

Ortshandwerksmeister Klaus Harm (links) überreichte dem Referenten Konsul Bernd Jorkisch (Mitte) und dem Gastgeber des Treffens, Geschäftsführer Götz Resenhoeft vom Gut Hülsenberg bei Wahlstedt, jeweils einen Präsentkorb als ein besonderes Dankeschön. Foto: hül

WAHLSTEDT. (HÜL) Der Kreis Segeberg habe ein großes Entwicklungspotential, so Konsul Bernd Jorkisch, Vorstandsvorsitzender des Hanse-Belt-Vereins.

Während eines Treffens der Ortshandwerkerschaft Wahlstedt auf Gut Hülsenberg ging der Referent vor allem auf die Bedeutung der geplanten festen Fehmarnbelt-Querung ein. „Hanse-Belt begrüßt dänische Investitionen in der Fehmarnbelt-Region“, so Jorkisch. Die feste Querung werde weitere Investitionen auslösen, ist sich Jorkisch unter Hinweis auf die neue europäische Zukunftsachse zwischen Hamburg und Kopenhagen sicher. Die Nachfrage nach Gewerbegebieten werde steigen und die Tourismusbranche werde sich mit Investitionen auf die steigende Attraktivität vorbereiten. Konsul Jorkisch weiter: „Zusammen mit den Kreisen Stormarn und Pinneberg ist der Kreis Segeberg stets vorn zu finden, wenn es um Bewertungen geht. Von den insgesamt 402 Landkreisen und kreisfreien Städten rangiert der Kreis Segeberg immerhin auf Rang 138. Der Bevölkerungszuwachs des Kreises von 5,5 Prozent (2011 bis 2017) belegt die Attraktivität und günstige Lage mit heute 274.000 Einwohnern.“

Um noch besser zu werden, müsse die Disparität zwischen dem starken Südwesten des Kreises und dem schwächeren Nordosten abgebaut werden, so Jorkisch.

Besonders wichtig seien flache Hierarchien und die Förderung der Dualen Ausbildung. Es müsse eine Unternehmenskultur geschaffen werden, die den Menschen in den Mittelpunkt stelle. „Ohne diesen Weg werden wir die Fachkräfte für Morgen nicht finden und halten können.“ Jorkisch Fazit: „Der Kreis Segeberg ist absolut wettbewerbsfähig in der Wirtschaftsregion Nord. Mit der richtigen Gestaltung wird sich die Lagegunst, die Erreichbarkeit in der Region, noch verbessern.“

Ortshandwerksmeister Klaus Harm dankte Jorkisch für die informativen und zukunftsweisenden Ausführungen. Elektromeister Harm bedauerte ebenfalls den zunehmenden Arbeitskräftemangel, der bereits zu Absagen von Aufträgen geführt hätte. Um Fachkräfte zu gewinnen, müssten, so Harm, flache Hierarchien geschaffen werden und in der Ausbildung das duale System einen noch höheren Stellenwert erfahren.