Einsatz für den Naturschutz

Ein Kleinod von Dauergrünland präsentierte der Vorstand des Vereins Naturschutzgemeinschaft Blunkerbach am Wochenende. Der zertifizierte Naturführer Dierk Hamann (v.li.n.re.) erläutert Nils Kuhnert, Lars Lorenzen und Hendrik von Pein die Funktion des ungemähten Randstreifens. Foto: kjh

Daldorf.  Ohne die Naturschutzgemeinschaft Blunkerbach wäre unbekannt, welche reiche Naturwelt sich im Bereich Tensfeld, Blunk und Negernbötel tummelt. Allein 90 Vogelarten wies sie nach. Die 14 Aktivisten haben aus der losen Interessengemeinschaft am Wochenende einen Verein gemacht. Sie planen viele weitere Projekte, um die Naturlandschaft zu erhalten.

 Entstanden war die Naturschutzgruppe im Sommer 2016, als nach den ersten Entwürfen für eine neue Landesplanung sich abzeichnete, dass in der Blunkerbach-Niederung ein Vorranggebiet für Windenergieanlagen entstehen sollte. Der Verein hat daraufhin in dem Gebiet die Vogelarten gezählt und damit eine ornithologische Datenlage geschaffen, damit die Gemeinden Blunk und Daldorf in ihren Stellungnahmen zur laufenden Landesplanung unterstützt werden. Wohl Ende des Jahres wird das Land einen neuen Entwurf für die Windvorranggebiete vorstellen, so die Vereinsmitglieder. 

Zusammengeschweißt hatte den Verein auch die Vergiftung dreier Rotmilane vor einem Jahr. Nachgewiesen wurde das verbotene Insektizid Parathion (E605). Die Täter konnten allerdings nicht ermittelt werden. Doch auch ein unbesetzter Rotmilanhorst verhindert den Bau einer Windkraftanlage in der Umgebung. 

Auch, weil zur Sicherstellung der Datenlage zur Tierwelt ein wissenschaftliches Gutachten erforderlich war, das 10.000 Euro kostet. Ein Teil davon soll über das Portal www.wir-bewegen.sh der Investitionsbank hereinkommen. Das Stichwort lautet: „Gutachten zum Schutz unserer Vögel“. Die Aktion läuft noch. Im Herbst soll eine Streuobstwiese mit 40 Obstbäumen gepflanzt werden , unterstützt von den Schwartauer Werken.