Fahrsport der Spitzenklasse in der Reiterstadt

Bereits im Vorjahr hatte der Schmalfelder Klaus Kambach „Nedor“ und „Avanti“ an den Leinen. Foto: dlf

Bad Segeberg. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Von Donnerstag bis Sonntag, 27. bis 30. Juni, wird die Reiterstadt Bad Segeberg zum Schauplatz für hochklassigen Fahrsport. Zum Fahrfest des Nordens versammelt sich die Elite der deutschen Ponyfahrer auf dem Landesturnierplatz, um im Ein-, Zwei- und Vierspänner ihre Deutschen Meister zu ermitteln. Ein üppiges Rahmenprogramm soll das Publikum zusätzlich zum Besuch dieses Pferdesport-Events locken – und das bei freiem Eintritt an allen vier Turniertagen.

Amtierende und ehemalige Welt-, Europa- und Deutsche Meister spannen in Bad Segeberg ihre Ponys an. Neben nationalen Titeln geht es auch um Startplätze im deutschen Team bei den nächsten Weltmeisterschaften. „Ganz besonders freuen wir uns darüber, die neu hinzugekommene Deutsche Meisterschaft der Fahrer mit Behinderung ausrichten zu können“, erklärt Kurt-S. Becker, Sprecher der Fahrergemeinschaft Schleswig-Holstein/Hamburg. „Das ist gelebte Inklusion. Wir geben den Para-Fahrern mit der Einbindung in solch eine Top-Veranstaltung einen angemessenen Rahmen für ihre Titelkämpfe.“

Das Fahrfest hält auch für Pferde-Gespanne qualitativ hochwertige Prüfungen bereit, ebenfalls für Ein-, Zwei- und Vierspänner. Der Nachwuchs ist mit einer Qualifikation zum Jugendcup (WBO) vertreten. Hierbei wird ein kombinierter Wettbewerb aus Dressur und Hindernisfahren absolviert, während in den „großen“ Prüfungen für den Sonnabend zusätzlich Geländefahren auf der Fläche am Ihlwald vorgesehen ist. „Der Landesturnierplatz wird dann allerdings nicht verwaist sein“, betont Becker und spielt insbesondere auf das Islandpferdeturnier „Hestadagar“ an, das attraktive Wettkämpfe verspricht. Eng getaktet ist der Zeitplan, um solch ein Turnier der Extraklasse abzuwickeln. Pro Tag ist eine Disziplin vorgesehen. Nicht entgehen lassen sollte man sich die Große Segeberger Pferdenacht. Am Sonnabend ab 20 Uhr gibt es beeindruckende professionelle Showacts zu bestaunen – auch dies bei freiem Eintritt. Das allgemeine Rahmenprogramm ergänzen ein Ausstellerbereich, Stationen zur Arbeit mit Pferden (Working Equitation) und vieles mehr. Das Landes-Polizeiorchester Mecklenburg-Vorpommern sorgt für musikalische Unterhaltung.

Segebergs Fahrer werden sich nicht allein auf die Zuschauerrolle beschränken. Mit Jan-Felix Pfeffer aus Oering, der für den RV Tangstedt auf den Kutschbock steigt, ist der Vizeweltmeister im Pony-Zweispänner am Start. Er hat „Cliff“, „Luigi“ und „Merlin“ gemeldet. Einen lokalen Anstrich erhält auch die Pony-Vierspännerwertung mit der Teilnahme von Nicole Harm aus Stuvenborn, die sich mit „Alfi“, „Balou“, „Coco L“, „Dancer-J“, „Enzo-S“ und „Kerry v. Hexenzipfel“ verschiedene Anspannungsoptionen offen hält.

Im Einspänner M-Prüfungen werden Inken Greve und „Hugo“ vom RuFV Bad Segeberg sowie Reiner Stave, Fahrer der Karl-May-Spiele aus Schönböken, mit „Just in Time“ zu sehen sein. Der Schmalfelder Klaus Kambach hat den Pferde-Zweispänner mit „Avanti“, „Naevus“ und „Nedor“ gemeldet. Hans-Peter Goldnick vom Hornbrooker Hof darf mit seinem Pferde-Vierspänner nicht fehlen. „Domino“, „Hornbrookers Cappo“ und „Leopold“, „Las Vegas“ und „Wildboy“ stehen für den Dienst in den Leinen in der Klasse S zur Verfügung. Und die Seedorferin Inga Kallmeyer will mit „Mahagoni“ und „Tiffany“ im Zweispänner-Wettbewerb WBO angreifen.

Alle Turnierinfos: www.dm2019.fgsh.de