Hauptsache Hauptsachen

Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld kennt die Eckernförder Malerin Sylvia Meisner-Zimmermann seit vielen Jahren. Hier stehen die beiden vor ihrem Werk mit Erinnerungen an Brasilien im Raum „Hauptsache Lebensfreude“. Foto: fri

Bad Segeberg. (FRI) Noch bis zum 11. September präsentiert Sylvia Meisner-Zimmermann aus Eckernförde in der Villa Flath 33 groß- und kleinformatige Gemälde, die sie in 25 Jahren in unterschiedlichen Acryl-, Öl- und Aquarelltechniken künstlerisch umgesetzt hat. Die Ausstellung ist über den Bad Segeberger Bürgermeister Dieter Schönfeld zustande gekommen, der die Künstlerin, die Präsidentin des Lions Clubs Kieler Förde ist, seit mehr als 20 Jahren kennt. Sie ist Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler (BBK), hat Kunst, Kunstgeschichte sowie Anglistik studiert und zeigt ihre Werke seit 1967 regelmäßig in zahlreichen Einzelausstellungen in Norddeutschland und Berlin. Sylvia Meisner-Zimmermann hatte Lehraufträge an der Universität Kiel und war als Kulturjournalistin tätig. Die Kunsthistorikerin Dr. Anke Carstens-Richter verglich in ihrer Laudatio zur Vernissage das Motto der Ausstellung „Hauptsachen“ im Plural mit der „Hauptsache“ im Singular (wie bei „Hauptsache, das Wetter wird schön“) und meinte, dass es doch im Laufe des Lebens unterschiedliche Gewichtungen in Bezug auf „Hauptsachen“ gäbe: die Liebe zu den Menschen mit all ihrer Lebensfreude, die Liebe zur Natur und natürlich zur Malerei. So sind die Exponate Ausdruck einer intensiven Naturbeobachtung mit dem Fokus auf Farbigkeit und Schönheit. „Hauptsache Träume“ nennt die Künstlerin die Bilder im ersten Raum. Hier fesseln den Betrachter die in leuchtendem Rot portraitierten Frauen, die sich – oft mit geschlossenen Augen – symbolisch „freigestrampelt“ haben. Im Mittelzimmer geht es um „Hauptsache Wüste“. Die Künstlerin lebte einige Zeit in Ägypten und brachte mit ihren Bildern der Sandwüsten viele Eindrücke aus diesem Land mit. Vierzig Jahre lang besuchte die Künstlerin Freunde in dem brasilianischen Itacoatiara. Ihre Erinnerungen an diese Reisen zeigt sie im Raum „Hauptsache Lebensfreude“. Da verewigte sie die beiden fröhlichen Kinder der Familie, Zeli und Secca, die – gerade vom Strand gekommen – von den beiden Hausangestellten in mit Orchideen verzierte Pareos gehüllt werden. Dieses Bild könnte auch im nächsten Raum „Hauptsache Blumen“ hängen. Da widmet sie sich nämlich den Pflanzen, leuchtenden Gloxinien, Stiefmütterchen und Tulpen, die neugierig machen auf den Garten der Malerin in Eckernförde. Ganz wichtig ist Sylvia Meisner-Zimmermann das Thema „Hauptsache Meer“, wollte sie doch als Kind schon Kapitänin werden. Auf mehreren großformatigen Bildern in mitreißenden Blau- und Grüntönen sieht der Betrachter wilde peitschende Wogen. Aber auch zahlreiche, in naiver Aquarellmalerei dargestellte Fische sind in den Werken dieses Raums dargestellt, bis der Besucher zu einem beruhigenden riesigen Gemälde an der Rückwand des Raumes kommt, wo sich der Mond im stillen Meer spiegelt.