Im „Offenen Handarbeitscafé“ mit Gleichgesinnten fachsimpeln

Die nächsten Termine des Handarbeitscafés sind am Sonnabend, 6. Juli, von 11 bis 13 Uhr und am Dienstag, 16. Juli, von 17 bis 19 Uhr.

KALTENKIRCHEN. Häkeln, Stricken und Sticken empfinden viele Menschen als entspannende Freizeitbeschäftigung. Nebenbei schafft man auch noch etwas Nützliches für sich selbst, für Freunde oder Verwandte oder für einen guten Zweck. Carolin Kibbel aus Kaltenkirchen strickt schon seit ihrer Jugend. Sie ist immer auf der Suche nach neuen Ideen. Nach dem Umzug der Stadtbücherei in die neuen Räume am Markt wollte sie schauen, was es an Handarbeitsliteratur gibt. Dabei fand sie nicht wirklich viel neuen Lesestoff zum Thema, aber in Büchereimitarbeiterin Katja Nielsen eine versierte Fachkraft für Bücher und Zeitschriften, die sich sofort auf die Suche nach neuer Lektüre machte. Dabei kam den beiden dann auch die Idee, eine Handarbeitsgruppe in der Stadtbücherei zu gründen. 

Am 17. November 2018 fand das erste Treffen im „Offenen Handarbeitscafé“ statt. Zweimal im Monat treffen sich Strick- und Häkelbegeisterte in gemütlicher Runde, und es werden Muster und Schnitte ausgetauscht, Tipps weitergegeben und Ideen für neue Projekte gesammelt. Carolin Kibbel ist immer dabei und freut sich über jeden neuen Teilnehmer. „Wir sind eine tolle Truppe geworden und haben immer sehr viel Spaß“, sagt sie. „Es gab wohl früher auch schon mal so etwas Ähnliches in der alten Bücherei, das ist aber irgendwann eingeschlafen, doch mit den neuen Räumen hier ist die Idee wieder zu neuem Leben erweckt worden“, freut sie sich. Die Gruppe hat zurzeit über 20 Mitglieder. Mitmachen kann jeder, einfach Wolle und Nadeln mitbringen und los geht es. „Wir haben die Termine so ausgesucht, dass auch Berufstätige mitmachen können“, sagt Katja Nielsen. 

Sigrid Krieger ist zum ersten Mal dabei. Sie hat bei der Rheumaliga von der Gruppe erfahren. „Stricken und Häkeln sind gut für die Fingergelenke“, erklärt sie und Bianka Haß aus Nützen bestätigt, dass „es erwiesen ist, dass beim Handarbeiten die gleichen Gehirnregionen wie beim Yoga beansprucht werden“. Bianka Haß ist Mitglied beim DRK und der Gruppe „Sternenzauber&Frühchenwunder“, einer überregionalen Initiative, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kleidung für Frühchen und die Bestattung von Sternenkindern anzufertigen. So entstehen Einschlagdecken, Mützchen oder Körbchen, um das Sternchen behutsam zu betten. 

Elfi Reim hat Spaß daran gefunden, Einkaufsnetze zu häkeln. „Das ist nachhaltiger als die Plastiktüten, sieht viel schöner aus und ist ein nettes Mitbringsel“, findet sie. Außerdem strickt auch sie Frühchenmützen für das DRK. Ingrid Neiss wohnt seit 30 Jahren in Kaltenkirchen und hat ihre Schwester Christa Springmann zum Treffen mitgebracht. 

Carolin Kibbel sprüht nur so vor Ideen und hat auch noch viel vor. Sie plant gerade einen Ausflug mit der Gruppe nach Kappeln. Dort gibt es die spezielle Garnmanufaktur für Farbverlaufgarne „100 Farbspiele“. „Da kann man wunderbar stöbern, Ideen sammeln und fachsimpeln“, sagt sie. 

Die nächsten Termine des Handarbeitscafés sind am Sonnabend, 6. Juli, von 11 bis 13 Uhr und am Dienstag, 16. Juli, von 17 bis 19 Uhr.