Impulse für Rad und Verkehr

Bernd Sonnenberg (links), Wolfgang Loch und Christina Schoemperlen laden zum Aktionstag zu den Themen Rad und Verkehr in Bad Segeberg ein. Foto: mtr

BAD SEGEBERG. Für eine Verbesserung der Verkehrssituation in Bad Segeberg und optimierte Bedingungen für Radfahrer setzt sich Bernd Sonnenberg ein. Der 56-Jährige aus Schwissel ist Mitglied der Arbeitsgruppe „Rad und Verkehr“, die zur Klimainitiative 5 nach 12 gehört. Zusammen mit Wolfgang Loch und Christina Schoemperlen hat Bernd Sonnenberg einen Aktionstag zu den Themen Rad und Verkehr organisiert. Am Sonnabend, 21. September, findet die Veranstaltung zwischen 10 und 16 Uhr vor der Marienkirche statt.

Mitmachaktionen und Infostände, Probefahrten mit Lastenrädern, Präsentationen von E-Bikes und Elektroautos, Fahrradcodierung, eine Hackenporsche-Meisterschaft und eine Rad-Kummerkarte sind Teil des Programms, an dem sich Unternehmen, Gruppierungen und Privatpersonen aus Bad Segeberg und Umgebung beteiligen. Dazu wünschen sich die Organisatoren einen regen Austausch mit den Besuchern.

Radwege unzureichend ausgebaut

„Die Schulen sind mit dem Fahrrad nicht immer sicher zu erreichen“, prangert Christina Schoemperlen an. Die Stipsdorferin gehört der Arbeitsgruppe an, die sich aus der im November letzten Jahres gegründeten Klima-initiative 5 nach 12 mit Sitz in Bad Segeberg entwickelt hat. Viele Fahrradwege in Bad Segeberg und der näheren Umgebung seien nur unzureichend ausgebaut – teilweise endeten sie im Nirgendwo. „Bad Segeberg ist sehr langsam in der Entwicklung. Wir dürfen den Anschluss nicht verlieren“, sagt Christina Schoemperlen. Der ADAC-Fahrradklima-Test gibt den Kritikern recht. In der jüngsten Ausgabe landete die Kalkbergstadt im Vergleich mit 186 ähnlich großen Städten aus Deutschland auf dem vorletzten Platz.

Gesamter Verkehr im Fokus

Den drei Ehrenamtlern geht es aber nicht nur um eine Verbesserung für Radfahrer. Die gesamte Verkehrssituation müsse betrachtet werden. Zu den Ideen gehören, die Eintrittskarten zu den Karl-May-Spielen mit einem Fahrausweis für den öffentlichen Nahverkehr oder einem Bahnticket zu verknüpfen.

„Wir wollen Impulse setzen“, nennt Sonnenberg eins der Ziele des Aktionstages. Durch das Ausprobieren von Lastenrädern, Tandems oder einem Liegefahrrad auf einer abgesteckten Teststrecke vor der Marienkirche sollen mehr Menschen zum Nachdenken angeregt werden.

Am Aktionstag haben Besucher zudem die Chance, ihr Fahrrad codieren zu lassen. Die ersten 15 Codierungen sponsert der Kreis Segeberg, danach kostet es 15 Euro pro Rad. Als Eigentumsnachweis muss die Rechnung und der Personalausweis mitgebracht werden.

Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche, die vom 16. bis 22. September läuft, steht außerdem die Fahrradtour, zu der die Arbeitsgruppe am Sonntag, 22. September, einlädt. Vom Bahnhof in Bad Segeberg aus geht es ab 10 Uhr auf nette und kritische Wege in und rund um die Kreisstadt. Nach Zwischenstopps und Erläuterungen soll die Fahrradtour dann gegen 12 Uhr enden.