In jeder Szene steckt ein wahres Schicksal

Lehrerin Regina Otto-Gerull (links) leitet an der Schule am Burgfeld ein Theaterprojekt zur Aufgabenstellung „Aufbruch – Umbruch – So kann es nicht weitergehen“. Die Aufführungen finden vom 5. und 7. Juni statt. Foto: fri

Bad Segeberg. (fri) Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag, 5., 6. und 7. Juni, werden die 11. und 12. Jahrgänge der Kurse Darstellendes Spiel, Musik und Kunst der Schule am Burgfeld in Bad Segeberg jeweils ab 19 Uhr ein interessantes Theaterprojekt unter ihrer Lehrerin Regina Otto-Gerull gestalten. In einer Eigenproduktion haben die Jugendlichen ein Stück zur Aufgabenstellung „Aufbruch – Umbruch – So kann es nicht weitergehen“ entwickelt, mit dem sie auch am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten (organisiert von der Körber-Stiftung) teilgenommen haben. Ob ein Preis gewonnen wurde, erfahren die beteiligten Jugendlichen allerdings erst im Laufe des kommenden Monats. Die Schüler der Gemeinschaftsschule mit Oberstufe haben Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges und des Krieges in Syrien befragt und aus diesen bewegenden Gesprächen Szenen entwickelt, die unter dem Motto „Flieg Drachen, flieg – Ein Leben im Krieg?“ zur Aufführung gebracht werden. So steckt jeweils ein berührendes Schicksal eines Verwandten, Nachbarn oder Mitschülers in jeder Szene. Wie das des Mitschülers Mohammed, der auf seinem Weg nach Deutschland vier Monate im Gefängnis verbringen musste und dessen Eltern in der Türkei geblieben sind. Berichtet wird über Verhaftungen, Bombennächte und auch die Bad Segeberger Stolpersteine. 60 Schüler der Schauspiel-, 20 der Musik- und zehn der Kunst-Kurse nehmen an diesem beeindruckenden Projekt teil. Während der anderthalbstündigen Darbietung wird das Publikum künstlerisch in drei Gruppen durch das Schulgebäude geführt, in welchem die einzelnen Szenen stattfinden.