Kartoffeln: eine runde Sache

Die drei an den Bratpfannen: Dr. Jürgen Friedel (v.li.n.re.), Helmut Joachim und Michael Kracht hatten kaum eine Pause beim Braten der Bratkartoffeln und Kartoffelpuffer. Foto: gug

KISDORFER WOHLD. Beinahe wäre die traditionelle Kantüffelköste abgesagt worden. Der viele Regen hatte den Boden auf dem Spielplatz am Gehege Endern zu sehr aufgeweicht. Nach einer vorherigen Begehung und Prüfung wurde dann aber doch grünes Licht gegeben. Über einige besonders weiche Stellen auf dem Rasengrund wurde einfach ordentlich Stroh verteilt. „Das finde ich ja richtig prima hier bei uns, wir brauchten ganz schnell ein paar Strohballen, und schon hatten wir sie“, meinte Brigitte Hamer von der Wählergemeinschaft Kisdorfer Bürger (WKB), die die Kantüffelköste organisiert.

Ein „kartoffeliges“ Drei-Gänge-Menü

Die Küche blieb bei vielen sicher kalt, denn gerade um die Mittagszeit war es auf dem Platz so richtig voll. Eine lange Warteschlange gab es bei den Kartoffelpuffern und Bratkartoffeln. Michael Kracht, Helmut Joachim und Dr. Jürgen Friedel schwangen unablässig die Pfannenwender in den riesigen Bratpfannen. Ivano Zanovello hatte 20 Kilo Apfelmus in drei Geschmacksrichtungen für die Kartoffelpuffer gekocht. Wer nicht lange warten wollte, für den gab es Bratwurst oder Kartoffelsuppe. Besucher konnten allerdings auch das Drei-Gänge-Menü nehmen: Vorspeise Kartoffelsuppe, Hauptspeise Bratkartoffeln mit Bratwurst und als Nachspeise Kartoffelpuffer mit Apfelmus. „Wir fangen mal mit der Kartoffelsuppe an und essen uns dann so weiter durch“, meinte Moritz Reichardt, der zusammen mit seinen Freunden Katharina Busack und Marco Wagnitz vorbeigekommen war. „Ein Teller reicht doch nicht aus“, fanden Felix Göttsch und sein Freund Johannes Hüls. Die beiden jungen Männer hatten sichtlich Appetit mitgebracht. Wer dann noch nicht genug hatte, für den standen noch leckere Kuchen und Torte parat.

Regionale Leckereien und Geschenkideen

Neben all den Leckereien rund um die Kartoffel wurde auch noch ein kleiner Markt mit Waren regionaler Anbieter geboten. Silvia Jakobs, die zusammen mit ihrem Mann Holger Jakobs einen Hofladen in Kisdorf betreibt, hatte Eier, selbst gemachten Eierlikör und Nudelmännchen mitgebracht. „Das ist eine schöne Geschenkidee, das ist mal etwas ganz Anderes“, so Jakobs. Unterschiedliche Sorten Kartoffeln gab es bei Timon Wilkens und Sascha Klaffs, sie verkauften auch die etwas selteneren Sorten Bamberger Hörnchen, Rote Emelie und Blaue Anneliese, zwei Sorten die innen rot beziehungsweise lila-blau statt gelb sind. Christel vom Orde nahm von allen drei Sorten jeweils ein Kilogramm zum Probieren mit. Kevin Thies war mit einem Hänger voll mit Kürbissen aus Hasenmoor gekommen. Fragen nach dem Geschmack gab es besonders bei dem grün-runzeligen Moschuskürbis, den viele wohl optisch nicht als besonders schmackhaft einschätzten. „Gerade der ist besonders lecker, er hat ein sehr nussiges Aroma“, klärte Thies auf.

Seilknüpfen für Kinder

Die Kinder hatten nicht nur Spaß auf dem Spielplatz, sondern auch an der Seilbank von Klaus-Wilhelm Tietjens. Hier konnten sie, ganz nach alter Seilertradition, ihr eigenes Seil knüpfen. Wer noch etwas Süßes suchte, für den hatte Silvia Körner über 40 verschiedene Sorten Marmelade und auch so Ungewöhnliches wie Rosenlikör im Angebot.

„Es ist immer wieder schön, wie voll das hier jedes Jahr ist, und dass wir so viele Helfer haben, die beim Auf- und Abbau mithelfen“, freute sich Doris Möller von der WKB.