Kletterspaß im Niedrigseilgarten

Am liebsten möchten die Kinder alle gleichzeitig den Niedrigseilgarten, die neue Attraktion ihres Schulhofes, nutzen. Foto: osp

Hitzhusen. Von der ersten Idee bis zur Realisierung eines Niedrigseilgartens hat es rund fünf Jahre gedauert. Dass sich der Aufwand gelohnt hat, zeigte sich bei der Einweihung auf dem Schulhof der Grundschule in Hitzhusen . Die Kinder stürmten die neue Einrichtung nach der offiziellen Freigabe und testeten sie nach allen Maßstäben auf Tauglichkeit und Spaßfaktor.

Durch den Anbau des Betreuungsgebäudes für die betreute Grundschule und der Mensa an die Turnhalle war ein Stück des Schulhofes mit Reckstangen und einem Klettergerüst verloren gegangen, blickte Schulleiterin Annegret Maaß zurück. Schon damals wurde angedacht, den Schulhof in Richtung Schulwald zu erweitern, ohne aber die vorhandenen Bäume zu fällen. Im Gegenteil: Sie sollten als Pfosten für einen Niedrigseilgarten genutzt werden. Der Weg zur Realisierung erwies sich als dornenreich. Es galt, viele behördliche Hürden zu überwinden und die Finanzierung sicherzustellen. 

Lehrerin Inken Schäfer, die den Anstoß zu dem Niedrigseilgarten gab und die Realisierung maßgeblich vorangebracht hat, erinnerte an die Idee von Bürgermeisterin Claudia Peschel, mit Fördermitteln über das Holsteinische Auenland EU-Mittel zu nutzen. Zusätzlich beteiligten sich die Gemeinde, der VFL Hitzhusen sowie der Schulverband an der Finanzierung. So konnten schließlich die notwendigen 27.000 Euro aufgebracht werden, 65 Prozent davon aus den EU-Mitteln.

„Super cool“, findet die zehnjährige Charlotte Gottwald den Niedrigseilgarten. „Man kann gut turnen“, sagt sie. „Man kann spielen, dass man im Dschungel ist“, ergänzt Sarina Minolla, die acht Jahre alt ist. Doch nicht nur die Schulkinder dürfen sich über die neue Einrichtung freuen. Der Schulhof steht nach dem Unterricht als öffentlicher Spielplatz allen Kindern zur Verfügung. „Nachmittags liegt die Verantwortung für die Nutzung bei den Eltern“, so Schulleiterin Maaß.