Musikalisches Stelldichein in der Kreisstadt

Die fünf temperamentvollen jungen Frauen des Ensembles „Blue‘s“ aus Pölva in Estland begeisterten das Publikum. Foto: fri

Bad Segeberg. „Segeberg singt“ ist inzwischen nicht mehr wegzudenken, und so gab es wieder ein musikalisches Stelldichein der vielen Stimmen in der Kreisstadt. Der Wind wehte nordisch-kühl, aber das hielt weder Teilnehmer noch die Zuhörer vom Kommen ab. Der Spaß und die Freude am Singen steckte an, brachte 200 Segeberger sogar mittags ins Schwingen und Mitsingen und schuf eine fröhlich-klingende Atmosphäre in der Innenstadt.

Mitreißendes Sängerfest

1000 Sänger und Sängerinnen aus dem Kreis Segeberg, einigen norddeutschen Städten, aus Bad Segebergs Partnerstadt Teterow in Mecklenburg-Vorpommern und dem Partnerkreis Pölva in Estland boten in 36 Chören und Ensembles an mehr als 24 Orten draußen in der Fußgängerzone, drinnen in den Sälen sowie in der Marienkirche und abends ausklingend in den Kneipen ein mitreißendes Sängerfest. Mit einem Mix aus Jazz, Blues, Rock, Hip-Hop, traditionellen Volksliedern und Klassik war für jeden etwas dabei. Veranstaltet wurde das Riesenhappening von Detlef Dreessen und der Stadt Bad Segeberg, unterstützt von den Sponsoren Provinzial-Marlis Stagat, Segeberger Zeitung, Edeka Burmeister, der Unternehmervereinigung „Wir für Segeberg“ (WfS) und dem Verlag Detlef Dreessen.

Zur Eröffnung begrüßten Bürgervorsteherin Monika Saggau und Landrat Jan Peter Schröder die Gäste. „Ohne diese Veranstaltung wäre Segeberg ärmer, denn wo man singt, da lass dich ruhig nieder“, dankten sie dem Detlef Dreessen. Anschließend machten die erstmalig auftretenden „Südstadt-Ukulele-Kids“, die erst seit vier Monaten zusammen musizieren, und die ebenso zum ersten Mal in Segeberg singenden Landfrauen aus Hartenholm „Sing for fun“ den Anfang, bevor der veranstaltende Männerchor Bad Segeberg von 1840 eine sonore Kostprobe seines Könnens abgab. An acht Stellen in der Innenstadt wurde bei „Segeberg singt“ im Halbstundentakt vormittags gesungen, nachmittags ging es in die Schulaulen, in die Sitzungssäle des Kreistags und Rathauses und in die Kulturremise.

Die russisch-deutsche Sopranistin Viktoria Podszus versteht es, ihre Chöre harmonisch einzustimmen, und machte in der Aula der Gemeinschaftsschule am Seminarweg gewaltigen Eindruck mit den von ihr geleiteten Gesangsgruppen: „Jubilate“ aus Bad Segeberg, den „Choryfeen“ und „Do-Re-Mi“ aus Klein Gladebrügge, dem Todesfelder Chor und als Höhepunkt dem neuen Projektchor. Sechs stimmkräftige Männer mit Zylindern und Hüten und dreizehn klangschön-harmonisierende Frauen rissen mit einem Musical-Medley die Zuhörer von den Sitzen, ehe am Ende zusammen mit den Jugendlichen und dem Publikum ein Suaheli-Song und das Lied „Alle Blumen wollen blühen“ den Abschluss bildete.