Neue Jugendstadtvertretung gewählt

Bürgermeister Hanno Krause (Mitte) und Bürgervorsteher Hans-Jürgen Scheiwe (rechts) freuten sich über das Engagement der neu gewählten Jugendvertreter. Foto: gum

Kaltenkirchen. (GUM) 1491 Kaltenkirchener Jugendliche wurden über die Wahl zur Jugendstadtvertretung informiert – 253 beteiligten sich. Abzüglich von fünf ungültigen Stimmzetteln verblieb eine Quote von 16,63 Prozent. „Damit dürfen wir nicht zufrieden sein“, erklärte Bürgermeister Hanno Krause anlässlich der Bekanntgabe des Wahlergebnisses im Rathaus.

Zwölf Jugendliche haben sich für die Wahl zur Jugendstadtvertretung in Kaltenkirchen aufstellen lassen – alle zwölf wurden auch gewählt. Eigentlich kann laut Satzung die Jugendstadtvertretung bis zu 18 Jugendliche umfassen, bis zu 17 gewählt und ein Mitglied bestimmt durch den Stadtjugendring. Wenn sich denn genug wählbare Jugendliche finden lassen. Und genau daran haperte es offenbar. Die zwölf Jugendlichen jedoch, die sich bereit erklärt haben, politisch mitwirken zu wollen, haben vielfach bereits konkrete Ziele. Die meisten möchten, wie Emma Charlotte Conrad, dafür sorgen, dass sich die Jugendlichen mehr für Politik interessieren, die Stadt für Jugendliche attraktiver und spannender wird, Schulen modernisiert werden. Lisa Marie Rogalla fordert darüber hinaus ein stärkeres Umweltbewusstsein. Und Lena Hellmuth geht es um das Zwischenmenschliche: „Wir müssen uns auch verstärkt mit Mobbing auseinandersetzen.“

Aktiv die Interessen der Jugendlichen vertreten

Die Jugendstadtvertretung ist nicht nur einfach eine Institution im kommunalen Geschehen, wie es in der Präambel der Satzung der Jugendvertretung heißt, sondern vielmehr dazu gedacht, „projektbezogene Partizipationsmodelle mit den betroffenen Jugendlichen durchzuführen und zwar initiiert durch die Jugendlichen selbst“. Die Jugendvertreter vertreten künftig zwei Jahre lang die Interessen aller Kaltenkirchener Kinder und Jugendlichen – mit umfassenden Befugnissen, die Spielräume für eine echte Jugendbeteiligung eröffnen. So kann etwa der oder die Vorsitzende der Jugendstadtvertretung – oder der oder die Vertreter – an Sitzungen der Stadtvertretung und der Ausschüsse teilnehmen und bei Belangen, die die Kinder und Jugendlichen betreffen, auch das Wort verlangen und Anträge stellen.