Neuer Lebensraum für die bedrohte Haselmaus

In Kleinkummerfeld wird gezielt Lebensraum für Haselmäuse geschaffen. Foto: Björn Schulz

Kleinkummerfeld. Für die Haselmaus gibt es immer weniger Lebensräume. Bevorzugt bauen die kleinen Nager ihre Nester aus Grashalmen und anderen Pflanzenmaterial in Gebüschen und Knicks. Sie leben aber auch gerne in naturnahen Wäldern und artenreichen Feldgehölzen. In Kleinkummerfeld wird nun gezielt ein neuer Lebensraum für diese Tierart geschaffen.

Auf rund zwei Hektar Land wurden bereits Überflutungsbereiche in Kleinkummerfeld angelegt. Diese bieten eine gute Voraussetzung für die Entwicklung eines Auwalds am Oberlauf der Stör. Hier entsteht zukünftig ein neuer Urwald. Der angrenzende trockenere Teil wird hingegen speziell für die Haselmaus gestaltet, so die Ausgleichsagentur, einer Tochter der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Der neue Bereich dient zukünftig als Verbindungselement zwischen den Populationen im Segeberger Raum und denen rund um Neumünster/Aukrug. Dieser etwa zwei Hektar große Lebensraum der Haselmaus wird mit Unterstützung der Deutschen Wildtier Stiftung regelmäßig gepflegt.  Der Lebensraum der Haselmaus ist in Schleswig-Holstein deshalb bedroht, weil die wertvollen Übergangszonen zwischen Ackerflächen laut EU-Agrarförderung nicht zugelassen sind. Daher gibt es kaum noch abgestufte Waldränder zwischen Feldblock und Wald. Auch die Ausweitung der Ackerschläge auf Weg- und Gewässerränder bedroht potentielle Lebensräume der Haselmaus. Die Haselmaus war Tier des Jahres 2017