RegioSchau beweist wieder ihre Extra-Klasse

Atemberaubende Kunststücke zeigte die Motorradstaffel. Foto: mtr

Bad Segeberg. (STM) Die Sonne strahlte vollkommen zurecht. Die RegioSchau auf dem Landesturnierplatz bewies am Wochenende wieder einmal ihre Extraklasse. Was die örtlichen Unternehmen unter der Regie von Veranstalter Ingo Micheel auf die Beine gestellt haben, sucht in einer ländlich geprägten Region seinesgleichen. Auch Landesinnenminister Hans-Joachim Grote war voll des Lobes für dieses ebenso umfangreiche wie spannende Angebot: „Chapeau, lieber Herr Micheel!“ Die Eröffnung der Schau wurde diesmal im großen Rahmen gefeiert. Moderator Carsten Kock, bestens von RSH bekannt, führte dabei locker-flockig durch das Programm. 

Bei der Eröffnung der RegioSchau waren hochrangige Vertreter aus Handwerk und Handel ebenso dabei wie Kreispräsident Claus-Peter Dieck und Landrat Jan Peter Schröder. Auch Bürgervorsteherin Monika Saggau, Bürgermeister Dieter Schönfeld und Bernd Jorkisch von der Initiative Hansebelt fehlten nicht. „Ich bin den Unternehmen dankbar, weil sie Flagge für ihren Kreis Segeberg bekennen“, sagte Minister Grote. „Ich glaube nicht, dass hier viel Geld verdient wird. Man investiert.“ In der Tat ist die Schau weniger für den direkten Verkauf wichtig, sondern als Anbahnung späterer Geschäfte und vor allem als lebendiges Schaufenster einer gesamten Region. Die Kunden erleben auf der Rennkoppel, wie groß die wirtschaftliche Vielfalt in ihrer Nähe ist. Der Pakt für Aus- und Weiterbildung ermöglicht es Schülern, sich über berufliche Chancen zu informieren. Zu diesem Zweck hatten sie sogar an beiden Messetagen freien Eintritt. Grote wünschte den Firmen „Mut zu neuen Ideen“ und erklärte, das Netzwerken im persönlichen Gespräch sei entscheidend. „Das wird hier auf der Messe praktiziert.“ Bei einem Rundgang überzeugte sich der Minister von der Qualität der Messestände. 

Micheel, der auf die Segeberger Zeitung als Medienpartner zählen konnte, hatte wieder ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm zusammengestellt. Da kurvten die Motorrad-Artisten der Hamburger Polizei über die Aktionsfläche, da wetzten und sprangen die Jagdhunde der Kreisjägerschaft auf der Suche nach Beute, da waren die Oldie-Schlepperfreunde zu Gast, spielten die Jazz’n’Five und präsentierten die Motorsportler Holstein allerlei automobile Schönheiten vergangener Jahrzehnte. Für Kinder gab es diverse Spielgelegenheiten und auch an den Ständen viel zu erleben. Auch beim gastronomischen Angebot blieb vom Fischbrötchen über den Schwenkgrill bis hin zu asiatischen Köstlichkeiten kein Wunsch offen. 

Am Stand der Segeberger Zeitung, die das Lesen der SZ per Tablet bewarb und mit attraktiven Angeboten lockte, nahmen die Gäste rege an einer aktuellen Umfrage teil. Es sollte geklärt werden, ob die Besucher glauben, dass das Bad Segeberger A20-Teilstück wirklich in zehn Jahren fertig wird. Das Vertrauen der Leser in die A20-Planer und die Politik erwies sich als nicht sonderlich groß. 100 Teilnehmer glaubten an eine pünktliche Fertigstellung, aber 380 waren anderer Meinung. „Da sind die in Berlin mit dem Flughafen noch schneller“, murmelte ein Besucher. 

Am Sonnabend war der Zuspruch recht zurückhaltend. Dafür hatten die Geschäftsleute Zeit für ausführliche Gespräche mit der Kundschaft. Ob man nun ein neues Auto suchte, ein schnittiges E-Bike, eine Hausfinanzierung vorbesprechen oder sich Gesundheitstipps holen wollte – alles war möglich. Wesentlich lebhafter fiel der Sonntag aus, bei dem auch viele Familien die Gelegenheit zum Bummel über diese einzigartige Messe nutzten. Sonntagabend war Ingo Micheel zufrieden. Die Schau sei besser besucht gewesen als zuvor, seine Schätzung lag bei 9.000 bis 10.000 Besuchern.