„Segeberger Momente“ für die Kirche

Gisela Knütter und Günther Gathemann freuen sich über den Erfolg des Kalenders und die Einnahmen für die Sanierung der Bad Segeberger Marienkirche.

Bad Segeberg. (DES) Bereits zum vierten Mal möchte Gisela Knütter mit dem Verkauf eines selbst erstellten Benefiz-Fotokalenders einen Spendenbetrag zur laufenden Innensanierung der Marienkirche beisteuern.

Zum zweiten Mal hat sie sich für das Werk mit dem Titel „Segeberger Momente“ mit dem Kirchenlotsen Günther Gathemann zusammengetan. Beide haben wie im Vorjahr mit kundigem Blick für landschaftlich reizvolle Szenarien die Farbbilder für die zwölf Monatsblätter im Format DIN A4 und das Titelblatt beigesteuert, mit jahreszeitlich abgestimmten Motiven aus Bad Segeberg und Umgebung. Gestartet wurde wie im Vorjahr mit einer Erstauflage von 200 Exemplaren. Der Verkaufspreis von je 10 Euro kommt wieder in vollem Umfang der Kirchensanierung zugute.

Spenden helfen, das

Baudenkmal zu erhalten

Nach den derzeitigen Maßnahmen soll ab kommendem Jahr das Mittelschiff in Angriff genommen werden, einschließlich neuer Empore und Neubau einer gut 1 Million teuren Orgel als notwendiger Ersatz für das rund 150 Jahre alte, längst defekte Instrument. Bei der Vorstellung machten sich Knütter und Gathemann gleich selbst ein Bild vor Ort vom Fortschritt der im Mai begonnenen Sanierungsarbeiten, die auf der Kalender-Rückseite auch in einem knapp bebilderten Abriss skizziert sind. Die beiden bekannten Kirchenlotsen konnten dazu auch einen Blick auf die mit Planen abgeschirmte Großbaustelle im Querschiff mit angrenzendem Altarraum im Chor werfen.

Vom Baufortschritt werden Videos gemacht

Wenn auch dieser Blick hinter die Kulissen dem normalen Kirchenbesucher nicht zugänglich ist, so kann sich jedermann doch zumindest einen bildlichen Eindruck verschaffen von dem, was sich gerade dahinter abspielt. Denn in einer Ecke vor der mit einer Staubschutzwand abgeschirmten Baustelle an der Vierung, wo Hauptschiff und Querschiff aufeinander treffen, ist ein großer Monitor aufgebaut. Darauf werden in Dauerschleife mit einem Bau-Blog gefilmte Eindrücke von der Renovierung wiedergegeben. Johannes Hoffmann hat den Fortschritt der Arbeiten in Videos festgehalten. Dadurch wird für die Betrachter die Beschreibung auf der Kalender-Rückseite veranschaulicht, in der auf den momentan ersten von drei Bauabschnitten zur Sanierung des Kirchenschiffs hingewiesen wird.

Die Marienkirche war die erste romanische Basilika in ganz Nordeuropa, die ab 1156 aus Backsteinen errichtet wurde und statt einer Balkendecke gemauerte Deckengewölbe aus Backsteinen mit Gipsmörtel erhielt. Etwas später wurden in gleicher Bauweise in Lübeck der Dom und die Marienkirche errichtet, ebenso wie der Ratzeburger Dom. Die Marienkirche als Vorreiter ist das einzig erhaltene Gebäude aus der Gründungszeit Segebergs. „Ihre romanische Architektur mit ihren Bögen und Säulen ist komplett erhalten, „ein bedeutendes Baudenkmal aus dem Mittelalter“, betonen Knütter und Gathemann die Einzigartigkeit.

Erhältlich ist der neue Benefiz-Kalender an folgenden Stellen: in den Buchhandlungen Buch am Markt und Das Druckwerk, bei Gummi-Hamann, in der städtischen Tourist-Information, im SZ Media Store und im Eine-Welt-Laden am Kirchplatz.