Tauchen geht auch im Dunkeln

Tauchlehrer Rolf Schober und Schnuppertaucherin Sandra Kaschluhn (re.) sowie Tochter Levke (12) zeigen das für Taucher übliche Okay-Zeichen. Levke war begeistert und will auf jeden Fall weitermachen. Foto: bmd

Bad Bramstedt. Ganz im Zeichen des Tauchens stand das letzte Wochenende im Freiwasserbad der Roland Oase. Sonnabend war Nachttauchen angesagt, und Sonntagvormittag kamen zahlreiche Schnuppertaucher auf ihre Kosten. Mit einer Crew von 16 Tauchern rückte Tauchlehrer Manfred Nesper von den Holsteintauchern bereits am Sonnabendnachmittag mit zahlreichen Boxen, Kisten und Säcken an. Darin verstaut: Neoprenanzüge, Flossen, Tarierwesten, Lungenautomaten, Pressluftflaschen und Tauchscooter.

Der jüngste Taucher mit gerade Mal elf Jahren war Niko Faust. „Ich tauche leidenschaftlich gerne“, schwärmt er und kann in seinem Logbuch bereits acht Freiwasser-Tauchgänge nachweisen. Doch bevor es ins wohlig temperierte 26-Grad-Schwimmerbecken ging, wurde zünftig gegrillt. <GT>„Wer taucht, muss bei Kräften sein“, meinte Grillprofi und Taucher Stephan Sobottka aus Bimöhlen. „Natürlich muss zwischen dem Essen und Tauchen eine angemessene Zeit liegen,“ ergänzt Sobottka.

Bevor es jedoch gegen 20 Uhr mit dem Tauchen zur Sache ging, gab es eine halbstündige Einweisung durch Tauchchef Nesper. „Beim Nachttauchen sind besonders strenge Regeln einzuhalten“, war Nespers erste Ansage. Neben seiner kompletten Ausrüstung sollte der Taucher zwei wasserdichte Taschenlampen mit voller Batterie dabei haben. „Gegenseitiges Anleuchten ist verboten, damit die Taucher den Partner stets im Auge haben,“ unterstrich der Tauchlehrer. Beim Freiwassertauchen muss an Land oder auf Tauchbasis mindestens ein starkes Dauerlicht platziert werden, damit der Taucher seinen Weg zurückfindet.

An diesem Abend ging es besonders um das Handling mit Tauchscootern, das sind propellergetriebene Antriebe, die von Hand gesteuert werden und den Taucher mit bis zu fünf Stundenkilometern durchs Wasser ziehen. „Sie erweitern den Tauchradius um ein Vielfaches,“ betont Nesper. „Aber der Akku muss so viel Reserve haben, dass der Rückweg zur Tauchbasis immer gesichert ist,“ unterstrich er. Getaucht wurde in dieser Nacht bis 23.30 Uhr jeweils in Zweiergruppen, wie es auch im Freiwasser üblich ist. Danach gab es noch Manöverkritik vom Tauchlehrer, der sich aber im Wesentlichen mit dem nächtlichen Einsatz zufrieden zeigte.

Am Sonntagvormittag standen dann 14 Schnuppertaucher im Alter von 12 bis 66 Jahren Schlange. „Wer gesund ist, kann in jedem Alter Tauchen lernen,“ betont Nesper, dessen Mitglieder bei den Holsteintauchern bis zu 80 Jahre alt sind. Sandra Kaschluhn (46) aus Hemdingen rückte gleich mit ihren beiden Kindern Levke (12) und Tjarn (14) an, um das Tauchen mit Gerät zu erlernen. „Ich bleibe bestimmt dabei“, war sich die zwölfjährige Schülerin sicher.

Doch wer das Schnuppertauchen am Sonntag versäumt hat, kann sich jeweils mittwochs ab 17.30 Uhr in der Roland Oase melden, wo Tauchlehrer Manfred Nesper und sein Team seit acht Jahren Schnupper- und Tauchkurse anbieten. „Melden können sich Kinder und Jugendliche ab acht Jahren und Erwachsene ohne Altersbegrenzung“, so Nesper.

Weitere Informationen zu den Tauchlehrgängen gibt es unter 0170/8818858 oder E-Mail info@physio-fitness-point.de