Technische Hilfe – auch auf dem Wasser

20 Freiwillige hatten sich zum ersten Training der Amtswehr Trave-Land im Segeberger Schwimmbad eingefunden. Hier schleppt Tobias von Hoch das „Opfer“ Claas Brüning ab. Foto: kjh

BAD SEGEBERG. (KJH) Im Brandschutzgesetz steht es schon lange, dass die Feuerwehr Technische Hilfe zu leisten hat – auch auf dem Wasser. Und genau da fängt es an: Schleswig-Holstein, das Land zwischen den Meeren, hat auch im Binnenland viele Wasserflächen: Nicht nur die großen Seen, wie Warder- und Muggesfelder- oder Blunker See, auch die Trave oder viele Regenrückhaltebecken oder Baggerseen prägen das Land. Was aber ist, wenn dort etwas passiert? Wie soll die Polizei da Proben nehmen, wie wird die Schlauchsperre ausgebracht? Bis jetzt ging das irgendwie, die Wasserwacht des DRK, die DLRG, die Feuerwehren, abseits aller Regelungen wurden pragmatische, aber rechtlich nicht immer sichere Lösungen im Einzelfall gefunden. Nun aber ist die Amtsfeuerwehr Trave-Land dabei, eine Lösung zu finden. Arne Junge, stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Nehms, freut sich über die 35 Aktiven, die sich für die Aufgabe „Technische Hilfe – Wasser“ zur Verfügung gestellt hatten. Die ersten Übungsstunden im Schwimmbad der Stadt Segeberg haben sie schon hinter sich, für eine Stunde steht ihnen am Montagabend eine Bahn im 25-Meter-Becken zur Verfügung. Sven Wardin von der FFW Klein Rönnau, gleichzeitig Leiter der Wasserwacht im DRK, und Anne Günther, stellvertretende Wehrführerin Stipsdorf und gleichzeitig stellvertretende Betriebsleiterin des Schwimmbades, komplettieren das Ausbildungsteam. „Beine lang“, feuerte Anne Günther die Retter beim anfänglichen Konditionstraining an. „Unser Ziel ist nicht die Wasserrettung“, erklärte Sven Wardin. „Wir wollen unsere Leute dafür fit machen, auf den Wasseroberflächen des Amtes Technische Hilfe leisten zu können.“ Auch er ist begeistert von der Resonanz, die der Aufruf in der Amtswehr gefunden hat. „Aus jedem Bereich des Amtes Trave-Land haben wir Freiwillige, die hier helfen wollen.“ Viele haben schon das Rettungsschwimmerabzeichen Silber, einige auch schon den Motorbootschein. Alle anderen werden in nächster Zeit ausgebildet.