Wilde Kämpfe im Wilden Westen

Alexander Klaws (rechts) hat als Apachen-Häuptling Winnetou einige Kämpfe auszufechten. Foto: stm

Bad Segeberg. Wer als einer der ersten die neue Inszenierung „Unter Geiern – Der Sohn des Bärenjägers“ im Freilichttheater am Kalkberg erleben möchte, hat dazu am Freitag, 28. Juni, um 20 Uhr, bei der öffentlichen Generalprobe Gelegenheit. 

Zu einem günstigen Preis – Erwachsene 14 Euro und Kinder 12 Euro – und bei freier Platzwahl können die Besucher erleben, wie viel Action und Spannung, aber auch Gefühl und Humor die neue Aufführung hat. Eine Applausordnung am Ende des Stückes gibt es aber nicht, denn nach altem Theaterbrauch darf erst die Premiere beklatscht werden. Die Karten für die Generalprobe gibt es direkt an der Tageskasse, die ab 10 Uhr geöffnet ist. Einlass ist ab 19.00 Uhr.

Personell getragen wird das Abenteuer, für das zum 19. – und zugleich letzten – Mal Norbert Schultze junior als Regisseur die Gesamtverantwortung trägt, von zwei Neulingen und einem Rückkehrer. Alexander Klaws, der in der Saison 2017 bereits in der Titelrolle des „Old Surehand“ im Wilden Westen von Bad Segeberg gespielt hatte, schlüpft in diesem Sommer erstmals in die Rolle des Apachen-Häuptlings Winnetou. Ihm zur Seite stehen als Gaststars die 26-jährige Larissa Marolt als „Tiffany O’Toole“, in den Rocky Mountains gestrandete Schauspielerin, und der 32 Jahre alte Raúl Richter als „Martin Baumann“, Sohn des Bärenjägers.

Investitionen in Millionenhöhe

Doch nicht nur in ihren Personaletat haben die Karl-May-Spiele zur neuen Spielzeit investiert: Eine halbe Million Euro sind nach den Worten von Geschäftsführerin Ute Thienel unter anderem in das neue Bühnenbild, die Lichttechnik und die Kostüme geflossen. Schon bei den sieben im Vorfeld präsentierten Szenenbildern wurde ziemlich rasch deutlich, dass wesentlich mehr Indianer eingekleidet werden mussten als in den Jahren zuvor. Das ist dem Umstand geschuldet, dass in „Unter Geiern“ gleich mehrere, zum Teil konkurrierende Stämme eine Rolle spielen. Weitere 350.000 Euro hat die Kalkberg GmbH für Unterhaltungsmaßnahmen im Stadion selbst ausgegeben. Neben neuen Handläufen sind die Neuanschaffungen vor allem zu hören: Bessere Boxen zur Beschallung der Ränge sollen laut Thienel für eine bessere Qualität vor allem im oberen Bereich der Arena sorgen. „Insgesamt kostet die neue Inszenierung 5,2 Millionen Euro.“ Wie in jeder Spielzeit müssen bis Anfang September rund 200.000 Besucher in die 72 Vorstellungen kommen, damit die Gesellschaft am Ende schwarze Zahlen schreiben kann. Dass dies auch 2019 gelingt, daran zweifelt niemand. Voriges Jahr hatten die Karl-May-Spiele das sechste Mal in Folge einen neuen Zuschauerrekord melden können: Genau 388.910 Besucher sahen das Stück „Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg“. Dass sich die Kalkberg GmbH irgendwann einmal in Richtung der 400.000er-Marke bewegen würde, hätte noch in den 90er-Jahren kaum jemand für möglich gehalten. Der Name Norbert Schultze jr. wird also in jedem Fall mit einer beispiellosen Erfolgsserie verbunden bleiben.