Schüler spenden eigene Honigernte an Tafel

Die Schüler der AG „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ in der Annette-von-Rantzau-Gemeinschaftsschule haben ihre eigene Honigernte den Kunden der Segeberger Tafel geschenkt. Foto: awiDie Schüler der AG „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ in der Annette-von-Rantzau-Gemeinschaftsschule haben ihre eigene Honigernte den Kunden der Segeberger Tafel geschenkt. Foto: awi

Bad Segeberg. (awi) Die Schüler der Projektgruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ der Annette-von-Rantzau-Gemeinschaftsschule aus Rohlstorf haben den Kunden der Segeberger Tafel zur Lebensmittelausgabe eine Besonderheit mitgebracht. Im Gepäck hatten die elf Mädchen und Jungen aus den Klassenstufen acht bis elf Rapshonig aus der eigenen Schüler-Imkerei und selbst gebackene Kekse bei sich. Diese außergewöhnlichen Leckereien verteilten sie an die Familien, die sich jetzt, in der Vorweihnachtszeit, in die Schlange vor der Ausgabe in der Efeustraße einreihen. „Nicht jeder Mensch kann sich guten Honig leisten, daher möchten wir besonders zu Weihnachten möglichst vielen Menschen eine Freude machen“, erklärt Antonia Matthes, die Sprecherin der Projektgruppe.


Die Projektgruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ hat sich in den letzten Wochen überlegt, noch vor dem Weihnachtsfest Menschen etwas zu spenden. „Besonders im Advent ist es uns wichtig, Menschen zu helfen und an die Menschen zu denken, denen es nicht so gut geht“, so die Schülerin. „Bei unseren Planungstreffen haben wir lange überlegt, womit wir helfen können.“ Einige Schüler sind neben dieser Projektgruppe auch in der Imker-AG tätig, sodass der Vorschlag einer Honigspende ins Spiel kam. „Glücklicherweise sind wir bei den Imkern auf offene Ohren gestoßen und konnten gut mit ihnen kooperieren“, berichtet die ausgebildete Jungimkerin Luisa Rudorf.


Ziel der Schüler ist es, sämtliche Menschen zum Spenden zu animieren. „Würden alle, die es sich leisten können, etwas spenden, dann könnten wir so viele Menschen glücklicher machen“, wünschen sich viele aus der Gruppe, die sich als direkte und menschliche Reaktion auf den Brandanschlag auf die Flüchtlingsunterkunft in Quaal im Jahr 2015 versteht. Dieser humanitären Hilfseinrichtung ist auch die AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bis heute verbunden geblieben, hat dort bereits Weihnachtsgeschenke an die Flüchtlinge verteilt und organisiert außerdem Themenabende zur Menschenrechtsbildung wie zuletzt einen Zeitzeugenvortrag von Opfern des Nationalsozialismus.